Islamisten Der Kalif ist noch in Köln

Der freigelassene Islamistenführer Metin Kaplan hält sich noch in Köln auf. Die Domstadt will den "Kalif von Köln" aber möglichst schnell los werden.


Schwört der Gewalt ab: Kaplan
AP

Schwört der Gewalt ab: Kaplan

Köln - Mitarbeiter des Ordnungsamtes übergaben Kaplan am Montag persönlich Dokumente, in denen ihm das Verlassen des Stadtgebiets untersagt wird. Zugleich leitete die Stadt die sofortige Ausweisung in die Wege. "Wir haben heute eine sofortige Vollziehung der Ausweisung Kaplans angeordnet", sagte eine Sprecherin. Kaplan selbst schwor in einem Interview der Gewalt ab. "Ich will mit den Deutschen in Frieden zusammenleben", sagte er dem ARD-Magazin "Report Mainz".

Kaplan stelle eine "erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit" dar, sagte die Stadt-Sprecherin. Er habe gezeigt, dass er keineswegs bereit sei, "die im Bundesgebiet geltenden gesetzlichen Vorschriften zu respektieren". Es könne nicht hingenommen werden, dass der Islamist während der Zeit eines Rechtsmittelverfahrens erneut in einschlägiger Weise negativ auffalle.

Gegen die Anordnung ist ein gerichtlicher Einspruch möglich. Die Sprecherin betonte, man wolle mit diesem Schritt den Druck auf Kaplan verschärfen, Deutschland rasch zu verlassen.



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