Jagd auf NS-Verbrecher "Operation letzte Chance"
München - Die "Operation letzte Chance" werde spätestens Mitte Juni beginnen, sagte der Leiter des Jerusalemer Wiesenthal-Zentrums, Efraim Zuroff, am Sonntag dem Der Illustrierten "Focus". Geplant seien Zeitungsanzeigen und eine Telefon-Hotline. Für Hinweise, die zur Verurteilung eines Nazi-Verbrechers führen, setzt das Zentrum eine Belohnung von 10.000 Euro aus.
Die Aktion "letzte Chance" lief bisher in Lettland, Litauen, Estland, Rumänien, Polen und Österreich. Zuroff sagte, er wolle die Kampagne auch nach Kroatien, Ungarn und in die Ukraine bringen. Es gebe noch "Tausende" Kriegsverbrecher in Europa, betonte Zuroff und fügte hinzu: "Wir gehen überall dort hin, wo Juden ermordet wurden. In diesen Ländern gibt es auch die meisten Mitwisser."