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10. November 2017, 13:07 Uhr

Jamaika

Grüne verständigen sich auf Wunschministerien

Umwelt - und was noch? Die Grünen haben sich nach SPIEGEL-Informationen darauf geeinigt, welche Ministerien sie in einer Jamaikakoalition einfordern wollen. Das Auswärtige Amt ist nicht dabei.

Die Grünen haben sich bei einem Treffen am Sonntag darauf verständigt, um welche Themenfelder und damit Ministerien sie bei den Verhandlungen für eine Jamaikakoalition kämpfen wollen.

Bei der Klausur der 14 Sondierer auf dem GLS Campus im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg einigte man sich darauf, dass die Grünen das Umweltressort einfordern wollen. Nach SPIEGEL-Informationen soll zudem ein weiteres Ökoministerium angestrebt werden, entweder das Landwirtschafts- oder das Verkehrsministerium. Als drittes Ressort zielen die Grünen am ehesten auf das Sozialministerium. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

In der Runde gab es einen breiten Konsens, dass es den Grünen nichts nütze, wenn sie das inzwischen eher einflusslose Außenministerium besetzten. Parteichef und Spitzenkandidat Cem Özdemir hatte dies bislang befürwortet. Er wollte den Außenministerposten gerne selbst übernehmen.

Über Personen wurde nicht direkt gesprochen, mittlerweile gelten die Spitzenkandidaten Katrin Göring-Eckardt und Özdemir aber als gesetzt. Der linke Flügel beziehungsweise dessen Spitzenvertreter haben sich unterdessen auf Fraktionschef Anton Hofreiter als Ministerkandidaten verständigt.

Bei den Sondierungsgesprächen zwischen Union, FDP und Grünen wurden Fragen der Ressortzuschnitte und Personalien bislang offiziell ausgeklammert. An diesem Freitag wollte die große Verhandlungsrunde eine inhaltliche Zwischenbilanz der Gespräche ziehen. Bis Ende nächster Woche soll dann ein gemeinsames Sondierungspapier vorliegen, auf dessen Grundlage die Parteien über die Aufnahme formaler Koalitionsverhandlungen entscheiden wollen.

akm

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