Sondierungen Jamaika-Parteien kündigen "Denkpause" an

Es bleibt kompliziert: Die Sondierer von Union, FDP und Grünen sprechen über ihre größten Konfliktthemen. Am Nachmittag beraten sie jeweils intern, ob sie mit den Kompromissen leben können.
Cem Özdemir, Katrin Göring-Eckardt

Cem Özdemir, Katrin Göring-Eckardt

Foto: TRUEBA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Im Endspurt der Jamaika-Sondierung genehmigen sich CDU, CSU, FDP und Grüne am Nachmittag eine Pause für interne Beratungen. Zuvor hatten sie über die besonders umstrittenen Themen Klimaschutz und Asyl gesprochen.

Zwei Stunden haben die Parteien am Samstagnachmittag Zeit, um zu besprechen, ob sie mit den vorgeschlagenen Kompromissen leben können. Die Themen Klimaschutz und der Umgang mit Kohlekraftwerken sind für die Grünen besonders wichtig, die Begrenzung der Zuwanderung für die CSU. "Alle müssen die Bereitschaften haben, dass es ein gutes Ergebnis gibt", sagte Grünen-Chef Cem Özdemir.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nannte die zunächst für 14 bis 16 Uhr geplante Unterbrechung eine "Denkpause". Eine erneute Verlängerung der Sondierungen schlossen Union und FDP aus. "Wir alle sind der Überzeugung, dass am Sonntag jetzt eine Entscheidung fallen muss. Es war jetzt genügend Zeit zum Sondieren", sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder.

Spätestens am Sonntagabend soll es eine Entscheidung geben

Auch FDP-Chef Christian Lindner pochte wie schon zuvor sein Parteivize Wolfgang Kubicki auf ein Ende der Sondierungen am frühen Sonntagabend. "Sonntagabend 18 Uhr ist hier vorbei", sagte Lindner. "Das ist dann irgendwann auch mal an ein Ende gekommen, dann muss entschieden werden. Und an diesem Wochenende wird entschieden, spätestens am Sonntag um 18 Uhr", fügte er hinzu.

Die Jamaika-Verhandlungen waren nach einem Misserfolg in der Nacht zu Freitag in die Verlängerung gegangen. Die Unterhändler haben nun einen Zeitplan bis Sonntagabend vereinbart. Am Nachmittag soll es um die Themen Verkehr und Landwirtschaft gehen.

Video: Road to "Jamaika" - vertagt

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cte/dpa/AFP