Spahn kritisiert Missachten der Hygieneregeln "Demonstrationen müssen auch in Corona-Zeiten möglich sein. Aber nicht so"

Bei einer Demonstration und einer Kundgebung gegen Corona-Auflagen in Berlin wurde weder Abstand eingehalten, noch wurden Masken getragen. Bundesgesundheitsminister Spahn wies die Teilnehmer nun zurecht.
Jens Spahn: "Je verantwortlicher wir alle im Alltag miteinander umgehen, desto mehr Normalität ist trotz Corona möglich"

Jens Spahn: "Je verantwortlicher wir alle im Alltag miteinander umgehen, desto mehr Normalität ist trotz Corona möglich"

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Rainer Keuenhof/POOL/EPA-EFE/Shutterstock

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das Demonstrationsrecht unterstrichen, zugleich aber Kritik am Berliner Protestzug gegen staatliche Corona-Beschränkungen geäußert. "Ja, Demonstrationen müssen auch in Corona-Zeiten möglich sein. Aber nicht so", schrieb der CDU-Politiker auf Twitter.

Spahn zufolge dienten Abstand, Hygieneregeln und Alltagsmasken dem Schutz aller. Die Pandemie sei nur "mit Vernunft, Ausdauer und Teamgeist" zu meistern. "Je verantwortlicher wir alle im Alltag miteinander umgehen, desto mehr Normalität ist trotz Corona möglich."

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In Berlin demonstrierten am Samstag Tausende Menschen gegen Corona-Auflagen. Bei einem Demonstrationszug durch die Mitte der Hauptstadt kamen laut Polizei bis zu 17.000 Menschen.

Die Demonstranten forderten das Ende aller Auflagen, sie hielten kaum Abstand, viele trugen keinen Mund-Nasen-Schutz. "Aufgrund der Nichteinhaltung der Hygieneregeln wurde eine Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung gefertigt", twitterte die Polizei. Die Veranstalter erklärten die Demonstration anschließend für beendet.

Demonstranten in Berlin

Demonstranten in Berlin

Foto: Markus Schreiber/ AP

Zahlreiche Teilnehmer sollen sich daraufhin in Richtung Brandenburger Tor bewegt haben, wo für den Abend eine weitere Kundgebung angemeldet war. Laut Polizei nahmen daran etwa 20.000 Teilnehmer teil. Da auch hier der Polizei zufolge die Hygieneregeln nicht eingehalten wurden, wurde die Kundegebung von der Polizei für beendet erklärt.

cop/dpa
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