Bundespräsidentenwahl Wer soll Gaucks Nachfolger werden?

Im Februar 2017 wählt die Bundesversammlung einen neuen Bundespräsidenten. Das Rennen um die Nachfolge von Joachim Gauck ist offen. Wen würden Sie gern im Schloss Bellevue sehen?

Um Bundespräsident zu werden, braucht es eigentlich nicht viel: "Wählbar ist jeder Deutsche, der das Wahlrecht zum Bundestage besitzt und das vierzigste Lebensjahr vollendet hat", heißt es lapidar in Artikel 54 des Grundgesetzes.

Doch natürlich haben die Bürger ihre ganz eigenen Ansprüche an den ersten Mann oder die erste Frau im Staate: Er oder sie soll staatsmännisch sein wie Richard von Weizsäcker, volksnah wie Johannes Rau - und bloß nicht so peinlich wie einst Heinrich Lübke. Joachim Gauck kam dem Idealbild des Bundespräsidenten sehr nah: 70 Prozent der Deutschen hatten sich zuletzt gewünscht, dass Gauck das Amt bis 2022 fortführt. Doch nun hat das amtierende Staatsoberhaupt seinen Verzicht auf die Kandidatur für eine zweite Amtszeit verkündet.

Wer wäre ein geeigneter Nachfolger?

Variante eins: Ein Politikprofi

Die Unionsparteien favorisieren einen erfahrenen Karrierepolitiker. Bundestagspräsident Norbert Lammert und Finanzminister Wolfgang Schäuble werden gehandelt. Sollte die SPD einen eigenen Bewerber aufstellen, gilt Außenminister Frank-Walter Steinmeier als erster Kandidat.

Variante zwei: Ein Seiteneinsteiger

Joachim Gauck ist auch deshalb so beliebt im Volk, weil er sich von den Parteipolitikern abhob. Er inszenierte sich als unabhängiger Kopf, der sich nicht scheute, die Bundesregierung, aber auch die Bürger zu tadeln. Etwa, als er 2014 in seiner Münchner Rede eine größere Rolle Deutschlands in der Welt und mehr außenpolitische Verantwortung forderte. Auch für Gaucks Nachfolge werden wieder Seiteneinsteiger gehandelt, etwa der Publizist Navid Kermani oder die Soziologieprofessorin Jutta Allmendinger.

Wir haben eine Liste mit 21 denkbaren und weniger denkbaren Kandidaten zusammengestellt, nun haben Sie die Wahl - 251 Tage, bevor die Bundesversammlung am 12. Februar 2017 zusammentritt.

So gehts: Sie sehen zwei Fotos im Vergleich. Klicken Sie auf die Person, die Ihrer Meinung nach Bundespräsident werden sollte. Die Alternative verschwindet, eine neue Person erscheint - wieder können Sie Ihren Favoriten wählen. Am Ende bleibt Ihr Wunschkandidat übrig.

syd