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AfD-Streit Rechtsdruck auf Parteichef Meuthen

Statt dringend benötigter Klärung brachte der Parteitag in Kalkar nur Ärger. Nun fordert der völkische Flügel AfD-Chef Jörg Meuthen im SPIEGEL auf, inhaltlich wieder beizudrehen.
aus DER SPIEGEL 50/2020
AfD-Chef Meuthen in Kalkar

AfD-Chef Meuthen in Kalkar

Foto: Sascha Schuermann / Getty Images

Nach dem Bundesparteitag in Kalkar wächst der Druck auf AfD-Chef Jörg Meuthen. Vertreter des nationalistischen »Flügels« innerhalb der AfD fordern ihn dazu auf, seinen Kurs radikal zu ändern.

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Niemand sollte mit nur »knapp 50 Prozent der internen Zustimmung« die AfD ­führen, sagt etwa der baden-württem­bergische Bundestagsabgeordnete Dirk Spaniel dem SPIEGEL. Ein Parteivorsitzender sollte vor dem »Super-Wahljahr 2021 zur Geschlossenheit aufrufen«, so Spaniel. »Erlebt haben wir das Gegenteil«. Meuthens Rede auf dem Parteitag habe »in weiten Teilen« der Partei »großes Unverständnis ­hervorgerufen«, sagt Spaniel.

DER SPIEGEL 50/2020
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Meuthen hatte in Kalkar eine Brandrede gegen den völkischen Teil der Partei gehalten. Darin übte er unter anderem scharfe Kritik an der Rhetorik mancher AfD-Kollegen: »Wir werden nicht mehr Erfolg erzielen, indem wir immer aggressiver, immer derber, immer enthemmter auftreten.«

Eine hitzige Debatte über den Parteichef folgte. Ein Antrag, Meuthens Äußerungen zu missbilligen, wurde nur mit einer knappen Mehrheit von 53 Prozent nicht zur Befassung zugelassen.

Der kommis­sarische Vorsitzende der AfD Bayern, Hansjörg Müller, setzt Meuthen ebenso unter Druck: Die Partei sei nach dem ­Parteitag »immer noch gespalten«, man brauche »dringend eine Lösung«, sagte er dem SPIEGEL. Müller und die AfD Bayern haben zu einem Gipfel mit dem Bundesvorstand und allen Landesvorständen eingeladen.

akm,sev
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