Jüdische Gemeinde Bombendrohung in Lübeck

Unbekannte haben der jüdischen Gemeinde in Lübeck mit einem Bombenattentat gedroht. Die Synagoge war schon zweimal Ziel eines Anschlags.


Lübeck - Die Polizei stellte auf dem Gelände der Synagoge einen Koffer sicher. Nach Rücksprache mit der Polizei sagte die Gemeinde eine Gebetsstunde ab; 15 Personen wurden nach Angaben des Behördensprechers versorglich in Sicherheit gebracht.

Bei dem Koffer handelte es sich um eine Attrappe. Nach Angaben der Polizei enthielt er weder Sprengstoff noch andere explosive Substanzen. Der Koffer war mit einem Wasserstrahl aufgeschossen worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde der Bombenkoffer an der Innenseite der Begrenzungsmauer abgestellt, etwa 20 bis 30 Meter von dem Gebäude entfernt

Die Lübecker Synagoge war am 24. März 1994 Ziel eines Brandanschlags gewesen, bei dem ein Anbau in Brand gesetzt wurde. Ein Jahr später, kurz vor dem 50. Jahrestag des Kriegsendes, war erneut ein Brandanschlag auf das Gotteshaus verübt worden; damals ging ein Schuppen in Flammen auf.



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