Jugendschutz Mit Links gegen Rechts

FairLink.de geht an den Start. Bundespräsident Johannes Rau empfängt am Mittwoch in Berlin Jugendliche aus allen Bundesländern, die das Internet nicht rechten Rattenfängern überlassen wollen.


Johannes Rau unterstützt die Eigeninitiative von Jugendlichen
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Johannes Rau unterstützt die Eigeninitiative von Jugendlichen

Berlin - Ziel ist die breite Aufklärung über gefährliche Inhalte im Netz. Die Jugendlichen wollen einen Verhaltenskodex erarbeiten, eine Art Leitfaden für den verantwortungsvollen Umgang mit dem Medium. Bereits jetzt haben sich 60 Jugendliche aus allen Bundesländern in 21 Teams organisiert und Internet-Projekte entwickelt. Ihre Beiträge präsentieren sie am Mittwoch in Berlin im Schloss Bellevue. Mit Experten aus Wirtschaft, Kultur und Medien diskutieren sie dort über die Umsetzung und die Weiterentwicklung ihrer Ideen. Bundespräsident Johannes Rau ist Schirmherr der Aktion, die auch von SPIEGEL ONLINE unterstützt wird.

Jugendliche wollen Verantwortung

Das Projekt FairLink.de ist eine Initiative von "step 21". Die gemeinnützige GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, Toleranz, Verantwortung, Zivilcourage und Engagement zu fördern. "Bundesweit wird unter und mit Jugendlichen ein Dialog für die verantwortliche Gestaltung von Gesellschaft und persönlicher Zukunft angestoßen", sagt Philip Dönhoff, Projektleiter Medien von "step 21". Gesellschafter von "step 21" sind Bertelsmann, DaimlerChrysler und Siemens. Im Beirat der Initiative sitzen unter anderen die Extremismus-Experten Anetta Kahane und Professor Jo Groebel. "Step 21" will Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren über FairLink ein Forum für ihre Ideen und Aktionen bieten. Unterstützt werden sie dabei auch von Prominenten: Günter Jauch, Sabine Christiansen, Johannes B. Kerner, Die 3. Generation, Smudo von den Fantstischen 4 und Medien wie dem "Stern", "Berliner Zeitung" und SPIEGEL ONLINE.

Eigeninitiative

"Was step 21 antreibt, ist die feste Überzeugung, dass Jugendliche keineswegs teilnahmslos und desinteressiert sind, sondern Engagement zeigen wollen", sagt Dönhoff. Um junge Menschen für gesellschaftliche Themen zu sensibilisieren und Eigeninitiative herauszufordern, geht "step 21" neue Wege. Dabei stehen Austausch und Dialog und nicht der "erhobene Zeigefinger" im Vordergrund. Dönhoff: "Wir wollen Partner von Jugendlichen bei der Entwicklung von Persönlichkeit, sozialer Kompetenz und Orientierungsfähigkeit sein."

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