Bericht zur Erderwärmung Agrarministerin Klöckner will Bauern schonen

Der Weltklimarat fordert schnelle Änderungen. Doch Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner dämpft die Erwartungen. Der Ausstoß von Treibhausgasen sei in der Lebensmittelproduktion nicht zu verhindern.
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU)

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU)

Foto: Lisa Ducret/ dpa

Nach dem Sonderbericht des Weltklimarats IPCC warnt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) vor einer übermäßigen Belastung der Bauern. "Um unsere Lebensmittel zu produzieren, wird der Ausstoß von Treibhausgasen - anders als in anderen Branchen - nie komplett zu verhindern sein", so die Ministerin zu den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Die Wissenschaftler fordern "schnelle, weitreichende und beispiellose Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen", um das im Pariser Klimaschutzabkommen festgelegte Ziel noch zu erreichen. Der globale CO2-Ausstoß müsste im Jahr 2050 Null erreicht haben. Anderenfalls warnen die Forscher vor dramatischen Folgen für das Leben auf der Erde.

Land- und Forstwirtschaft seien beim Klimaschutz "Teil der Lösung", erklärte Klöckner. "Sie tragen aktiv zur Verringerung von Treibhausgasen bei. Boden, Wald und Holz nehmen Kohlenstoffdioxid auf und bremsen somit den Anstieg."

sth/afp
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