Häme für fehlerhaftes Grünen-Wahlkampfplakat »Wenn die Spitzenkandidatin nicht mal das Land buchstabieren kann, sollte sie es nicht regieren«

Der Rechtschreibfehler ist klein – und überlagert doch die Botschaften der niedersächsischen Grünen-Spitzenkandidatin Julia Willie Hamburg. Nun muss die Partei ihr Plakat vor der Landtagswahl korrigieren.
»Niedersachen« statt »Niedersachsen«: Fehler auf dem Wahlplakat der Grünenpolitikerin Julia Willie Hamburg

»Niedersachen« statt »Niedersachsen«: Fehler auf dem Wahlplakat der Grünenpolitikerin Julia Willie Hamburg

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Melissa Erichsen / dpa

Die Spitzenkandidatin der Grünen für die Landtagswahl in Niedersachsen, Julia Willie Hamburg, muss wegen eines Fehlers auf einem Wahlkampfplakat Spott von der politischen Konkurrenz verkraften.

Auf einem Motiv, das mit einem großen Porträt Hamburgs wirbt, steht in einer Unterzeile unter dem Namen der Hannoveranerin: »Für Niedersachen« – ein s fehlt. Bei den anderen Parteien feixt man über den Fauxpas: »Sorry, aber das ist schon ein bisschen peinlich«, schrieb etwa der SPD-Politiker und Internetaktivist Henning Tillmann auf Twitter und postete ein Foto Hamburgs, das diese auf Instagram veröffentlicht hatte.

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Auf dem von Tillmann geteilten und inzwischen gelöschten Bild Hamburgs posiert die Politikerin neben dem Plakat – und bemerkt den Fehler offenbar nicht.

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, nahm auf Twitter ebenfalls Bezug auf das Bild und schrieb: »Wenn die Spitzenkandidatin nicht mal das Land buchstabieren kann, sollte sie es nicht regieren!« Die AfD im Kreis Verden spottete  mit Verweis auf den Fehler über die »geballte Kompetenz der Grünen«.

Inzwischen ist auf Hamburgs Instagram-Account nur noch ein anderes Foto sichtbar, bei dem das fehlerhafte Plakat auf dem Boden liegt. In dem zugehörigen Post fragt die Politikerin, welches Motiv ihren Anhängern am besten gefällt. Ein User antwortete: »Das mit dem Rechtschreibfehler«.

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Fehler soll zunächst überklebt werden

Eine Erklärung für das Missgeschick gibt es bereits: Wie Hamburg gegenüber dem NDR  mitteilte, wurde eine veraltete Datei an die beauftragte Druckerei gesendet. Nun soll der Fauxpas zunächst mit Korrekturaufklebern beseitigt werden, bis neu bestellte und korrigierte Plakate eintreffen. Demnach geht es um insgesamt 600 Drucke. Die Neuauflage kostet die Partei dem Bericht zufolge 1600 Euro.

Der Geschäftsführer des Stadtverbandes der Grünen in Hannover, Mathis Weselmann, übt sich derweil in rhetorischer Schadensbegrenzung: »Das müssen wir jetzt einfach mit Humor nehmen«, sagte Weselmann dem NDR.

Niedersachsen wählt am 9. Oktober einen neuen Landtag. Hamburg ist seit 2007 Mitglied bei den Grünen und seit 2020 Fraktionsvorsitzende der Partei im niedersächsischen Landtag. Seit 2013 ist sie Mitglied des Landtags.

fek
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