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17. Juli 2015, 14:10 Uhr

NSA-Untersuchungsausschuss

Assange will Abgeordneten ungeschwärzte Listen übergeben

Julian Assange will im NSA-Untersuchungsausschuss aussagen. Im SPIEGEL bietet der WikiLeaks-Chef den Abgeordneten ein Treffen an. Zudem kündigt er weitere Enthüllungen an.

Julian Assange, Chef der Enthüllungsplattform WikiLeaks, hat sich den Bundestagsabgeordneten des NSA-Untersuchungsausschusses als Zeuge angeboten. "Ich würde mich freuen, wenn die Abgeordneten zu mir kämen, um ihre Fragen zu stellen", sagte Assange in einem Gespräch mit dem SPIEGEL. (Lesen Sie hier das ganze Gespräch im neuen SPIEGEL.)

Er könne ihnen insbesondere über die US-Listen mit überwachten deutschen Politikern, inklusive Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Auskünfte erteilen. Ausschussmitgliedern würde er die unlängst von WikiLeaks veröffentlichten Listen auch ungeschwärzt übergeben.

Die Entwicklung der 2006 von ihm und anderen Aktivisten begründeten Enthüllungsplattform WikiLeaks sieht der Australier positiv. "Wir ertrinken im Material", sagt Assange über den erheblichen Nachschub an Geheimdokumenten, den die Plattform in den vergangenen Monaten bekommen habe.

Obwohl Assange seit über drei Jahren die ecuadorianische Botschaft in London nicht verlassen kann, sieht er WikiLeaks stabilisiert. "Wir haben die Kontensperre überwunden", sagt Assange. "Keiner unserer Mitarbeiter ist im Gefängnis. Wir haben es noch drauf."

Video: Michael Sontheimer über sein Interview mit Julian Assange

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