Juso-Chefposten 29-Jähriger aus NRW soll Drohsel beerben

Vor einer Woche kündigte Franziska Drohsel ihren Rücktritt vom Juso-Vorsitz an - nun ist nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen ein Nachfolger gefunden: Ihr bisheriger Vize Sascha Vogt soll im Juni neuer Chef der Jungsozialisten werden. Der Nordrhein-Westfale dürfte den Kontakt zu den Gewerkschaften stärken.


Berlin - Sascha Vogt soll neuer Bundesvorsitzender der SPD-Jugendorganisation Jusos werden. Der 29-jährige Promovend aus Nordrhein-Westfalen soll nach Informationen von SPIEGEL ONLINE auf dem Bundeskongress in Essen Mitte Juni Franziska Drohsel ablösen. Darauf einigten sich die wichtigsten Landesvorsitzenden.

Drohsel hatte in der vergangenen Woche überraschend ihren Rücktritt angekündigt. Die 29-Jährige gab an, ihre Entscheidung habe ausschließlich persönliche Gründe. Sie habe das Juso-Amt nie als Sprungbrett in die Berufspolitik gesehen. Drohsel will sich nach ihrem Jurastudium auf ihr Referendariat und das Zweite Staatsexamen konzentrieren.

Vogt, vom Auftritt her bedächtiger als Drohsel, ist seit Juni 2009 Mitglied im Juso-Bundesvorstand und arbeitet als Referatsleiter in der Hans-Böckler-Stiftung. Nützlich dürften für den Jugendverband vor allem seine Kontakte ins Gewerkschaftslager sein. Er gilt als versiert in sozial- und bildungspolitischen Fragen. Während des Studiums war er für die Juso-Hochschulgruppen aktiv. Zudem arbeitete er als Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren.

vme

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