K-Frage Geheimplan für Stoibers Nominierung?

Die CSU schert sich offenbar nicht um die Abmachung mit der Schwesterpartei, den Kanzlerkandidaten gemeinsam Anfang des Jahres zu bestimmen. Glaubt man der "Bild"-Zeitung, soll Edmund Stoiber bei der Klausurtagung in Wildbad Kreuth im bayerischen Alleingang nominiert werden.


Für viele der einzig mögliche Herausforderer von Kanzler Schröder: Bayerns Ministerpräsident Stoiber
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Für viele der einzig mögliche Herausforderer von Kanzler Schröder: Bayerns Ministerpräsident Stoiber

Berlin - "Stoiber muss der Kandidat sein", zitierte das Boulevardblatt einen Spitzenpolitiker der CSU-Landesgruppe im Bundestag. CDU-Chefin Angela Merkel, die wie Stoiber als Anwärter auf die Kandidatur für die Bundestagswahl im Herbst 2002 gilt, hatte am Wochenende ein Ende der erneut aufgeflammten Kandidatendebatte gefordert.

Merkel hatte einen angeblichen Vorschlag mehrerer Landesvorsitzender scharf zurückgewiesen, sie solle zu Gunsten Stoibers auf die Kandidatur verzichten und stattdessen Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag werden. Merkel habe einen der Wortführer der Gruppe, Saarlands Ministerpräsident und CDU-Landeschef Peter Müller, heftig zur Rede gestellt, berichteten mehrere Zeitungen. Neben Müller sollen Hessens Ministerpräsident Roland Koch, sein baden-württembergischer Amtskollege Erwin Teufel sowie die Landesvorsitzenden von Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Christian Wulff und Johann Wadephul an der "Verschwörung" beteiligt gewesen sein.

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Die K-Frage quält die CDU

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