Kabinettsspekulationen Oles Kampf gegen die Gerüchteflut

Nach seinem überwältigenden Wahlsieg wartet jede Menge Arbeit auf Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust. Vor allem muss der neue CDU-Star Gerüchte über die Zusammensetzung des neuen Senats dementieren.


Wahlsieger Beust: Die Arbeit wartet
AP

Wahlsieger Beust: Die Arbeit wartet

Hamburg - "Ich habe alles gelesen, was in den Medien diskutiert wird. Das ist alles legitim, hat aber mit der Wirklichkeit nichts zu tun", sagte Beust zu den Spekulationen über das neue Kabinett. So sollen nach Medeinberichten zunächst der parteilose Wissenschaftssenator Jörg Dräger und dann der Bremer Wirtschaftssenator Hartmut Perschau an die Spitze der Innenbehörde rücken. Perschaus Sprecher Stefan Luft wies die Spekulation über einen Wechsel bereits zurück. "Es handelt sich um eine Zeitungsente."

Dräger könne dann Leiter eines Superressorts für Wirtschaft, Kultur und Schule werden, wurde weiter spekuliert. Aber auch hier folgte das Dementi prompt: "Der Senator macht seine Arbeit super, aber zur Frage Supersenator kann man nur norddeutsch sagen: dumm tüch (dummes Zeug)", sagte Sabine Neumann, Sprecherin der Wissenschaftsbehörde über die Chef-Personalie.

Als sichere Kandidaten für die neue Regierung gelten außer Dräger auch Finanzsenator Wolfgang Peiner, Sozialsenatorin Birgit Schnieber-Jastram, Wirtschaftssenator Gunnar Uldall und Justizsenator Roger Kusch. Die CDU hatte bei der Hamburger Bürgerschaftswahl am Sonntag die absolute Mehrheit der Sitze (63 von 121) errungen und kann deshalb allein regieren.

Der Landesvorstand der FDP trat unterdessen nach dem desaströsen Wahlergebnis von 2,8 Prozent geschlossen zurück. "Das beste Signal für einen Neuanfang ist ein Rücktritt", begründete FDP-Sprecher Christian Sommer die Entscheidung am Dienstag. Der erst im Januar gewählte FDP-Landeschef Leif Schrader will sich dagegen wieder zur Wahl stellen.



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