Militärflugzeug US-Kampfjet bei Trier abgestürzt

In der Nähe von Trier ist ein F16-Kampfjet der US-Luftwaffe abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Die Absturzursache ist unklar.

F16-Kampfflugzeug der US Air Force (2014): Absturzursache unklar
Mircea Rosca/ epa/ dpa

F16-Kampfflugzeug der US Air Force (2014): Absturzursache unklar


In Rheinland-Pfalz ist ein US-Militärflugzeug abgestürzt. Es handle sich um einen F-16-Kampfjet, teilten die US-Armee vor Ort und die Luftwaffe in Berlin mit. Der Pilot konnte sich nach Angaben der Polizei in Trier mithilfe des Schleudersitzes retten und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Demnach ereignete sich das Unglück nahe dem Ort Zemmer-Rodt in der Eifel.

Jet und Pilot waren auf dem US-Luftwaffenstützpunkt in Spangdahlem stationiert. Über die Unglücksursache, mögliche weitere Verletzte oder Schäden war nichts bekannt. Die Absturzstelle wurde weiträumig gesperrt, betroffen waren auch mehrere Kreisstraßen. Die Polizei forderte dazu auf, den Bereich großräumig zu umfahren.

Größere Mengen Kerosin seien aber ausgelaufen, berichtet der SWR. Laut "Trierischem Volksfreund" ist aktuell die komplette Umgebung durch die Militärpolizei gesperrt. Mehrere Einheiten sind demnach im Einsatz, darunter auch der Gefahrenstoffzug wegen des auslaufenden Kerosins.

Der Absturz habe sich während eines Routine-Übungsflugs zugetragen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die US-Luftwaffe. Der Pilot erlitt demnach leichte Verletzungen.

Bürgermeister von Zemmer: Maschine stürzte über Waldgebiet ab

Nach Angaben des Ortsbürgermeisters von Zemmer sei die Maschine dort über einem Waldgebiet abgestürzt, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Weitere Informationen der Polizei gab es zunächst nicht.

In Spangdahlem ist das 52. Jagdgeschwader stationiert. Es umfasst eine F-16-Kampfjet-Staffel mit mindestens 24 Flugzeugen. Zur U.S. Air Base gehören rund 4000 Soldaten.

Es wäre der dritte Absturz eines Kampfflugzeugs in Deutschland binnen wenigen Monaten. Bei einem Übungsflug Ende Juni hatten sich zwei "Eurofighter" der Bundeswehr in der Luft berührt und waren abgestürzt. Einer der Piloten verlor dabei sein Leben. Der andere wurde kurz nach dem Unglück lebend geborgen. Sein Fallschirm hatte sich in einem Baum verfangen. Zivile Opfer gab es bei dem Unglück nicht.

Eine Woche danach stürzte zudem ein Schulungshubschrauber der Bundeswehr vom Typ Eurocopter EC 135 nahe Hameln in Niedersachsen ab. Eine Soldatin starb, ein Soldat überlebte schwer verletzt.

asa/dpa/AFP/Reuters



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