Kandidatur Grüner Fritz Kuhn will neuer OB in Stuttgart werden

Fritz Kuhn hat neue Ambitionen: Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag will bei der Oberbürgermeister-Wahl in Stuttgart antreten. Allerdings muss er noch die parteiinternen Hürden nehmen.

Grünen-Bundestagsabgeordneter Fritz Kuhn: Interesse an Bürgermeisterposten in Stuttgart
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Grünen-Bundestagsabgeordneter Fritz Kuhn: Interesse an Bürgermeisterposten in Stuttgart


Stuttgart - Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Fritz Kuhn will Oberbürgermeister von Stuttgart werden. Er sei bereit, für seine Partei im Herbst bei der Wahl anzutreten, bestätigte der Fraktionsvize der "Stuttgarter Zeitung". Die Entscheidung obliege allerdings der Findungskommission, der er sich am kommenden Donnerstag vorstellen wolle, und einer Mitgliederversammlung am 15. März.

Der neue Stuttgarter Oberbürgermeister wird am 17. Oktober gewählt. Amtsinhaber Wolfgang Schuster (CDU) kandidiert nicht mehr. Die Landeshauptstadt gilt als Grünen-Hochburg: Die Partei bildet die stärkste Fraktion im Stadtparlament, auch die die Landesregierung wird von den Grünen geführt.

Bei der CDU hat bisher der Werbeunternehmer Sebastian Turner Interesse an einer Kandidatur angemeldet. Das parteiinterne Verfahren läuft allerdings noch. Bei der SPD und der FDP zeichnen sich bisher keine Bewerber ab.

Kuhn stammt aus Bad Mergentheim, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Von 1984 bis 1988 war er Abgeordneter des Landtags in Baden-Württemberg und Fraktionsvorsitzender der Grünen. Von 2000 bis 2002 war Kuhn Bundesvorsitzender der Grünen. Er gilt als Wirtschafts- und Finanzexperte seiner Partei.

heb/dapd/AFP/dpa



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hardliner1 03.02.2012
1. Schon einmal
Zitat von sysopFritz Kuhn hat neue Ambitionen: Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag will bei der Oberbürgermeister-Wahl in Stuttgart antreten. Allerdings muss er noch die parteiinternen Hürden nehmen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,813268,00.html
Das hat schon mal ein Grüner vergeblich versucht: Rezzo Schlauch. Aber der Grünen-Hype um Fukushima und Stuttgart21 ist vorbei. Daher hat Kuhn kaum eine Chance.
edgarzander 03.02.2012
2. Oswald Metzger
Zitat von sysopFritz Kuhn hat neue Ambitionen: Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag will bei der Oberbürgermeister-Wahl in Stuttgart antreten. Allerdings muss er noch die parteiinternen Hürden nehmen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,813268,00.html
Der Wahlkampf könnte ein wenig an Klasse gewinnen, wenn die Konservativen den "Neu-CDUler" Oswals Metzger dagegen setzen würden. Die Konservativen müssten sich dann eben mit dem Belzebub abgeben, der wiederum im Alternativen Milieu ordentlich wildern könnte. Die Idee wäre wirklich der Kracher.
rainer_daeschler 03.02.2012
3.
Zitat von hardliner1Das hat schon mal ein Grüner vergeblich versucht: Rezzo Schlauch. Aber der Grünen-Hype um Fukushima und Stuttgart21 ist vorbei. Daher hat Kuhn kaum eine Chance.
"1996 unterlag er mit 39,3 % der Stimmen bei den Wahlen zum Amt des Oberbürgermeisters von Stuttgart im zweiten Wahlgang gegen Wolfgang Schuster (CDU), der 43,1 % der Stimmen bekam, nur knapp." (Quelle) (http://de.wikipedia.org/wiki/Rezzo_Schlauch#Politische_T.C3.A4tigkeit) Ein erstaunliches Ergebnis im letzten Jahrtausend, als Bundesland und Landeshauptstadt noch der CDU gehörten und die SPD noch zwischen ihr und den Grünen lag. Inzwischen stellen die Grünen die größte Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat - und das geschah ohne Fukushima.
knieselstein 03.02.2012
4. Aber mit Bahnhofquerelen
Zitat von rainer_daeschler"1996 unterlag er mit 39,3 % der Stimmen bei den Wahlen zum Amt des Oberbürgermeisters von Stuttgart im zweiten Wahlgang gegen Wolfgang Schuster (CDU), der 43,1 % der Stimmen bekam, nur knapp." (Quelle) (http://de.wikipedia.org/wiki/Rezzo_Schlauch#Politische_T.C3.A4tigkeit) Ein erstaunliches Ergebnis im letzten Jahrtausend, als Bundesland und Landeshauptstadt noch der CDU gehörten und die SPD noch zwischen ihr und den Grünen lag. Inzwischen stellen die Grünen die größte Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat - und das geschah ohne Fukushima.
im Hintergrund
edgarzander 03.02.2012
5. Großstädte
Zitat von rainer_daeschler"1996 unterlag er mit 39,3 % der Stimmen bei den Wahlen zum Amt des Oberbürgermeisters von Stuttgart im zweiten Wahlgang gegen Wolfgang Schuster (CDU), der 43,1 % der Stimmen bekam, nur knapp." (Quelle) (http://de.wikipedia.org/wiki/Rezzo_Schlauch#Politische_T.C3.A4tigkeit) Ein erstaunliches Ergebnis im letzten Jahrtausend, als Bundesland und Landeshauptstadt noch der CDU gehörten und die SPD noch zwischen ihr und den Grünen lag. Inzwischen stellen die Grünen die größte Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat - und das geschah ohne Fukushima.
Ist ja bei Größstädten kein Wunder. War München jemals in CSU-Hand? Tübingen und Freiburg: Da sind die Grünen die größten neoliberalen Kapitalisten und für konservative Kreise äußerst attraktiv. Der grüne Freiburger OB fährt S-Klasse, in Tübingen finden städtebauliche Entwicklungen unter einer enormen Gewinnmaximierungen zugunsten des städtischen Haushaltes statt (Veredelung von Brachen zu teurem mehrgeschossigen Bauland. z.B. Egeria-Areal, Blauer Turm, ehem. Güterbahnhof).
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