»Jeder Streit ist beigelegt« Lauterbach und Flick versöhnen sich

Über Äußerungen zur Sinnhaftigkeit von Fußballerreisen und eine Corona-Öffnungsstrategie waren SPD-Politiker Karl Lauterbach und Bayern-Trainer Hansi Flick aneinandergeraten. Nun haben sie sich ausgesprochen.
SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach hat sich »eine Halbzeit lang« mit Bayern-Trainer Hansi Flick ausgetauscht

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach hat sich »eine Halbzeit lang« mit Bayern-Trainer Hansi Flick ausgetauscht

Foto: Christian Spicker / imago images/Christian Spicker

»Es war für mich ein spannendes und konstruktives Gespräch mit gegenseitiger Wertschätzung«: Der SPD-Politiker Karl Lauterbach und der Trainer des FC Bayern München, Hansi Flick, haben ihre Meinungsverschiedenheiten in einem längeren Gespräch geklärt. Das teilte Lauterbach auf Twitter mit. »Jeder Streit ist beigelegt«, schrieb der Gesundheitsexperte.

Auch Flick bestätigte das Gespräch auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa. »Es war ein sehr konstruktives und interessantes Gespräch mit gegenseitigem Respekt. Wir bleiben in Kontakt«, sagte Flick.

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Lauterbach und Flick waren zuvor über Äußerungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Konflikt geraten. Lauterbach hatte die Reise der Bayern zur Klub-WM in Katar zunächst als »nicht verantwortungsvoll« kritisiert.

Flick wehrte sich daraufhin gegen die Einmischung durch »sogenannte Experten« aus der Politik. »Sie sollen sich zusammensetzen und eine Strategie entwickeln, dass man irgendwann Licht am Ende des Tunnels sieht. Das ist aktuell zu wenig«, forderte Flick von den Politikern.

Den SPD-Politiker griff er zudem direkt an: »Der Herr Lauterbach hat immer zu allem einen Kommentar abzugeben. Wenn ich nicht in der Verantwortung stehe und mir nur das Ergebnis anschaue, kann ich das immer leicht bewerten.«

Später ruderte der Bayern-Coach zurück. Er habe nicht erwartet, dass seine Aussagen öffentlich solche Wellen schlagen würden, sagte Flick. Es sei vielleicht gut, wenn er mal unter vier Augen mit Lauterbach rede, sagte der Trainer und bot dem Politiker ein Gespräch an.

Lauterbach willigte ein und zeigte sich erfreut über das Angebot. »Unterschiede in der Meinung kann es immer geben«, schrieb der Politiker nun auf Twitter. Er habe sich eine Halbzeit lang über die Lage des Profifußballs in Zeiten von Corona ausgetauscht und dabei durchaus Teamgeist wahrgenommen.

Lauterbach wird wegen seiner Mahnungen in der Pandemie immer wieder angefeindet. Vor dem Austausch mit Flick hatte er nach eigenen Angaben bereits mit dem Chef von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, ein gutes, konstruktives Gespräch geführt.

fek