Coronaprotest Unbekannte kippen Farbe auf Privatauto von Karl Lauterbach

Von einem Farbanschlag auf sein Auto lässt sich SPD-Politiker Karl Lauterbach nicht einschüchtern: »Wir werden nie aufgeben. Wir sind viele.« Zuspruch erhält er von Tausenden Twitter-Nutzern.
Karl Lauterbach: »Farbeimer, er sieht schrecklich aus«

Karl Lauterbach: »Farbeimer, er sieht schrecklich aus«

Foto: Kay Nietfeld / picture alliance/dpa

Karl Lauterbach zeigt sich empört über einen Anschlag auf sein Privatauto: »Gestern Nacht hat es meinen geliebten Stadtwagen erwischt. Farbeimer, er sieht schrecklich aus. Auch die Scheiben, ich kann ihn nicht mehr fahren«, twitterte der SPD-Bundestagsabgeordnete in der Nacht auf Samstag. Ein Polizeisprecher bestätigte den Farbanschlag auf Lauterbachs Auto.

Der Politiker zeigt sich allerdings kämpferisch und fügte seinem Tweet hinzu: »Aber wir werden nie aufgeben. Wir sind viele.« Der SPD-Politiker und Arzt zählt zu den exponiertesten Persönlichkeiten in der Debatte über die Maßnahmen gegen das Coronavirus.

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Ricarda Lang, stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen und frauenpolitische Sprecherin, hatte sich auf Twitter ebenfalls zu Wort gemeldet: »Gestern wurden unsere Namen auf dem Klingelschild unserer Privatwohnung rot durchgestrichen. Politiker*innen werden immer öfter bedroht und eingeschüchtert. Aber wir werden die Angst nicht gewinnen lassen. Meine Resignation bekommt ihr niemals, aber unser aller Widerstand.«

Die Politiker wurden im Netz zahlreich unterstützt. Lauterbachs Tweet wurde mehr als 18.000-mal gelikt, Langs Tweet mehr als 10.000-mal. Cem Özdemir schrieb: »Volle Solidarität & Unterstützung liebe Ricarda!«

Lang und Lauterbach sind nicht die ersten Politiker, die solche Erfahrungen machen mussten. Im Januar hatten Unbekannte das Vorderrad des Vorsitzenden des nordsächsischen AfD-Kreisverbandes manipuliert. Im August 2020 wurde das Auto des stellvertretenden AfD-Vorsitzenden im Berliner Abgeordnetenhaus, Ronald Gläser, angezündet.  

Im selben Monat wurde das Auto von der Grünenpolitikerin Barbara Domke aus Cottbus demoliert. Im Mai 2020 war am Dienstwagen des saarländischen Innenministers Klaus Bouillon (CDU) festgestellt worden, dass an allen vier Rädern die Radschrauben gelockert waren.

kha/dpa
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