Karlsruhe SPD schlägt Voßkuhle als Verfassungsrichter vor

Neuer Anlauf, einen Vize-Präsidenten für das Bundesverfassungsgericht zu finden: Die SPD schickt Andreas Voßkuhle ins Rennen. Der Staatsrechtler wurde erst kürzlich zum Rektor der Uni Freiburg berufen.


Karlsruhe - Andreas Voßkuhle soll neuer Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe werden. Der Staatsrechtslehrer sei der neue Kandidat der SPD für den Posten, berichten übereinstimmend der "General-Anzeiger" und die Nachrichtenagenturen dpa und AP.

Andreas Voßkuhle: Von Freiburg nach Karlsruhe?
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Andreas Voßkuhle: Von Freiburg nach Karlsruhe?

Der 44-Jährige Voßkuhle würde nach den bisherigen Gepflogenheiten in zwei Jahren auf den Präsidenten-Posten des Gerichts rücken, wenn Amtsinhaber Hans-Jürgen Papier in den Ruhestand geht. In SPD-Fraktionskreisen in Berlin werde davon ausgegangen, dass Voßkuhle auch von der Union mitgetragen wird, hieß es.

Der Kandidat soll schon in der Bundesratssitzung am Freitag kommender Woche zur Wahl gestellt werden. Die SPD hat das Vorschlagsrecht für die Nachfolge des scheidenden Vizepräsidenten Winfried Hassemer, der auch Vorsitzender des Zweiten Senats in Karlsruhe ist. Die SPD hatte zunächst den Würzburger Staatsrechtler Horst Dreier vorgeschlagen, den die Union aber ablehnte.

Ein Sprecher der Universität Freiburg wollte sich zur Nominierung Voßkuhle, der seit 1. April auch Rektor der Hochschule ist, nicht konkret äußern. Der Vorschlag sei eine große Ehre. Voßkuhle werde sich erst nach Abschluss des demokratischen Verfahrens äußern.

ler/ddp/AP/dpa/



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