SPD-Parteitag Kevin Kühnert kandidiert als Parteivize

In der künftigen SPD-Führung will Kevin Kühnert eine Schlüsselrolle einnehmen: Der Juso-Vorsitzende möchte stellvertretender Parteivorsitzender werden. Auch für die anderen Vizeposten hat er eigene Wunschkandidaten.

Kevin Kühnert: Teil der neuen SPD-Spitze?
Christof Stache/ AFP

Kevin Kühnert: Teil der neuen SPD-Spitze?


Die SPD wählt bei ihrem Parteitag ab Freitag eine neue Spitze. Der Führungsriege will künftig auch der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert angehören. Er hat angekündigt, für das Amt des stellvertretenden Parteivorsitzenden zu kandidieren. Er werde sich beim SPD-Parteitag am Freitag in Berlin zur Wahl stellen, sagte der 30-Jährige der "Rheinischen Post".

Beim Parteitag müssen die Delegierten formal zunächst Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans als neue Parteivorsitzende bestätigen. Sie hatten sich beim Mitgliedervotum zur künftigen Parteispitze gegen Olaf Scholz und Klara Geywitz durchgesetzt.

Er sei dafür, dass der Kurs der neuen Parteivorsitzenden vollen Rückhalt finde, sagte Kühnert. "Wer wie ich gewollt hat, dass mit Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans Erneuerung auch Gesichter bekommt, steht in der Verantwortung, sie jetzt zu stützen." Esken und Norbert Walter-Borjans stünden für zahlreiche Positionen, "die der Parteilinken seit jeher am Herzen liegen".

Kühnerts Kandidatur ist nicht überraschend. Er gilt als einer der Wegbereiter des Sieges von Esken und Walter-Borjans (mehr dazu lesen Sie hier). Dass er eine Kandidatur für das Amt als Vizechef für möglich hält, hatte er bereits vorher öffentlich gemacht

Nach dem Willen der SPD-Führung soll es künftig nur noch drei statt wie bisher sechs Stellvertreter geben. Kühnert sprach sich dafür aus, dass auch der bisherige Parteivize Ralf Stegner und die frühere Juso-Chefin Johanna Uekermann eine herausgehobene Rolle im neuen SPD-Präsidium spielen sollten. Allerdings gelten auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, die saarländische SPD-Chefin Anke Rehlinger und Geywitz als Kandidaten

Die Entscheidung darüber, ob er das Vorsitzamt bei den Jusos aufgeben wird, will Kühnert der SPD-Nachwuchsorganisation überlassen. Es wäre das erste Mal, dass ein Juso-Chef einen Vizeposten in der Parteispitze hat.



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ulz/dpa/AFP



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