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20. September 2019, 16:13 Uhr

Parteifreund attackiert SPD-Kandidatin Geywitz

"Nicht die Richtige"

Sie will mit Olaf Scholz an die SPD-Spitze. Jetzt wird Klara Geywitz im SPIEGEL aus dem eigenen Verband attackiert: Sie sei nicht die Richtige - von der menschlichen Wärme her könne sie "auch eine 10.000er Geflügelfarm leiten".

Klara Geywitz, Kandidatin für den SPD-Parteivorsitz, sieht sich harter Kritik aus ihrem eigenen Brandenburger Landesverband ausgesetzt. "Diese Herzenswärme, die ihr zugeschrieben wird, woher die kommen soll, ist mir ein Rätsel", sagte Harald Sempf, Schatzmeister der Brandenburger SPD, dem SPIEGEL.

Geywitz sei zwar "unbestritten ein politisches Talent", sei klug und "eine nüchterne, klar denkende Analytikerin", so Sempf: "Aber Klara Geywitz könnte von der zwischenmenschlichen Wärme her auch eine 10.000er-Geflügelfarm leiten." (Lesen Sie hier die ganze Geschichte bei SPIEGEL+.)

Sempf, der Geywitz unter anderem aus deren Zeit als Generalsekretärin der Brandenburger SPD kennt, sprach der Sozialdemokratin die Eignung für den Parteivorsitz ab: "Wenn ich irgendwo Minister wäre, würde ich sie sofort zu meiner Staatssekretärin machen, eine bessere könnte ich mir nicht wünschen", sagte er. "Für die erste Reihe der Partei, und dann noch im Duo mit Olaf Scholz, ist sie nicht die Richtige." In der Personalentwicklung habe sie in Brandenburg "nichts geleistet". Da klaffe "jetzt ein richtiges Loch".

Die SPD entscheidet in einer Mitgliederbefragung über die neue Parteiführung. Derzeit touren die sieben verbliebenen Bewerberteams auf Regionalkonferenzen durch die Landesverbände. Mehr als die Hälfte der 23 Termine haben sie bereits hinter sich. Die Mitglieder stimmen im Oktober ab. Das Ergebnis der ersten Runde steht Ende kommenden Monats fest.

hic/vme

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