Bis 2023 Koalition soll sich auf Klimapaket für 40 Milliarden Euro geeinigt haben

Union und SPD sollen sich nach einem Zeitungsbericht auf umfassende Maßnahmen für den Klimaschutz verständigt haben. Bis zum Jahr 2023 könnten demnach 40 Milliarden Euro fließen, um die Ziele bis 2030 zu erreichen.
Union und SPD sollen sich bei Maßnahmen zum Klimaschutz angenähert haben

Union und SPD sollen sich bei Maßnahmen zum Klimaschutz angenähert haben

Foto: Patrick Pleul / DPA

Eine Woche vor dem entscheidenden Treffen des Klimakabinetts am kommenden Freitag, sollen sich Union und SPD bei Maßnahmen zum Klimaschutz angenähert haben. Dies berichten übereinstimmend die "Welt am Sonntag"  und die Nachrichtenagentur Reuters.

Die "Welt am Sonntag" zitiert Regierungsvertreter mit den Worten, dass das geplante Maßnahmenpaket "aus Zuckerbrot und Peitsche" bestehe. So solle der Kauf von Elektroautos stärker als bisher gefördert werden. Immobilienbesitzer sollten mehr Geld erhalten, wenn sie ihre alten Heizungen gegen neue austauschen.

Auch energetische Gebäudesanierung dürfte intensiver gefördert und der Schienenverkehr deutlich stärker ausgebaut werden, berichtet die Zeitung. Zudem solle in Küstenregionen die Produktion von Wasserstoff als Energieträger und dessen Weitertransport über spezielle Leitungen vom Bund finanziell unterstützt werden.

Bundesregierung will Klimapaket am kommenden Freitag verabschieden

Auf der anderen Seite wolle die Bundesregierung Verbraucher und Unternehmen mit Druck zum Umdenken bewegen. So könnten Hauseigentümer, die nicht zu einer Umrüstung alter Heizungen bereit sind, ab einem Stichtag zum Umbau gezwungen werden, ohne dass es dann noch staatliche Fördermittel gebe. "Ab einem gewissen Zeitpunkt werden wir es einfach vorschreiben", heißt es aus Koalitionskreisen.

Die Bundesregierung will am kommenden Freitag ihr Klimapaket verabschieden. Bei einem Spitzentreffen am Freitag wurden jedoch nicht alle Streitpunkte zwischen den Koalitionspartnern beseitigt. Deshalb wollen die Koalitionsspitzen am kommenden Donnerstag nacharbeiten - etwa in der Frage, wie genau der Ausstoß von CO2 künftig bepreist werden soll. Bei dem neu anberaumten Treffen wollen sie dann die letzten Differenzen beseitigen, damit sich die zuständigen Minister am folgenden Tag im Klimakabinett auf ein umfassendes Klimapaket einigen können.

flg/Reuters
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