Solidarität mit Kobane Tausende Kurden wollen wieder gegen den IS demonstrieren

Am vergangenen Wochenende demonstrierten in Düsseldorf mehr als 20.000 Kurden gegen die IS-Terrormiliz - am Samstag wollen wieder Tausende in Deutschland auf die Straße gehen. Größere Kundgebungen soll es in Berlin und Bielefeld geben.

Demonstrierende Kurden in Düsseldorf (am 11. Oktober): Sorge um Kobane
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Demonstrierende Kurden in Düsseldorf (am 11. Oktober): Sorge um Kobane


Berlin - Aus Sorge vor einem Massaker der Terrormiliz "Islamischer Staat" in der nordsyrischen Grenzstadt Kobane wollen am Wochenende erneut Kurden in mehreren deutschen Städten demonstrieren. Für eine Kundgebung am Samstag in Berlin haben sich 2000 Teilnehmer angemeldet. In Bielefeld werden rund tausend Menschen erwartet. Auch in München und Frankfurt wollen Kurden gegen den IS auf die Straße gehen.

Die nordsyrische Stadt Kobane an der Grenze zur Türkei wird seit Wochen von der IS-Miliz belagert. Bislang konnten die Dschihadisten Luftangriffen durch eine von den USA angeführte Allianz trotzen - zuletzt haben kurdische Kämpfer die Dschihadisten jedoch wieder zurückgedrängt. Vor dem Konflikt war die Stadt mehrheitlich von Kurden bewohnt worden.

Schon seit Anfang Oktober machen Kurden bundesweit mit Demonstrationen auf die Lage in Kobane aufmerksam - zuletzt gingen in Düsseldorf mehr als 20.000 Menschen auf die Straße und demonstrierten friedlich.

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Kurdenproteste in Düsseldorf: Fahnen schwenken für Kobane

Die Proteste sind jedoch nicht immer ohne Zwischenfälle verlaufen: Im Anschluss an Demonstrationen in Hamburg und Celle war es in den vergangenen Tagen zu Krawallen zwischen mehreren Hundert kurdischen Demonstranten und mutmaßlichen IS-Sympathisanten gekommen. Die Polizei in Hamburg schützte die Freitagsgebete der Muslime mit einem massiven Aufgebot an Kräften.

Die Forderung der Demonstranten: Die Bundesregierung müsse stärker auf die Türkei einwirken, die den Kurden in Kobane beistehen müsse. Bei Kundgebungen waren zudem auch Gruppen, die der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK nahestehen und die Freilassung des in der Türkei inhaftierten Parteichefs Abdullah Öcalan fordern.

mxw/dpa

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