+++ Newsblog Köln +++ Jetzt demonstrieren nur noch Erdogan-Anhänger

In Köln harren nur noch Erdogan-Fans im Regen aus, alle Gegendemonstrationen sind beendet. Die Polizei hat Ausschreitungen verhindern können. Die Entwicklungen im Newsblog.

SPIEGEL ONLINE

@@ 18.45 Uhr

Die Kölner Polizei wünscht allen Demonstranten "eine gute Heimreise". Die Versammlung an der Deutzer Werft ist beendet.


@@ 17.51 Uhr

In Köln demonstrieren jetzt nur noch die Erdogan-Anhänger. Alle Gegendemonstrationen sind beendet, meldet die Polizei.

@@ 17.39 Uhr

Es regnet in Köln in Strömen. Die Demonstration der Rechtsextremen vor dem Kölner Hauptbahnhof ist von der Polizei aufgelöst worden, viele Teilnehmer sind schon wieder abgereist. Auf der anderen Rheinseite ruft ein Redner von der Bühne auf der Pro-Erdogan-Kundgebung: "Wir sind Deutschland." Aus der Masse schallt ihm entgegen: "Allahu Akbar", Gott ist groß. Viele Männer und Frauen sind ganz eingehüllt in die türkische Nationalfahne.


@@ 17.17 Uhr

Rechtsextreme Demonstranten kommen der Aufforderung der Polizei nach und verlassen den Platz vor dem Kölner Hauptbahnhof.


@@16.52 Uhr

Die Polizei will die Demonstration von Rechtsextremen vor dem Kölner Hauptbahnhof auflösen. Per Lautsprecherdurchsage fordern die Beamten die rund 250 Demonstranten auf, den Platz zu räumen, da sie gegen Auflagen verstoßen hätten. Laut Polizei sollen sich gewaltbereite Hooligans entgegen der Absprache zu einem Marsch bereitgemacht haben. Ein Polizeisprecher beschreibt die Stimmung als "durchaus aggressiv". Der ursprünglich angemeldete Demonstrationszug der Rechtsextremen sollte direkt an der türkischen Kundgebung vorbeiführen, war aber nach einem Gespräch mit der Polizei abgesagt worden.

@@ 16.45 Uhr

Ein starkes Polizeiaufgebot hat die von der rechten Partei Pro NRW angemeldete Versammlung abgeriegelt. Der geplante Zug durch die Stadt wurde abgesagt. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP ist bei der Pro-NRW-Kundgebung dabei: "Köln ist und bleibt deutsch", habe ein Redner durchs Megafon gerufen, berichtet er. Daraufhin habe ein linker Gegendemonstrant jenseits der Polizei-Absperrung fast genauso laut gerufen: "Köln ist und bleibt frei."

Fotostrecke

9  Bilder
Demos für und gegen Erdogan: Aufmarsch in Köln

@@ 16.41 Uhr

Vom Kölner Heumarkt meldet die Polizei den ersten Zwischenfall: Rund 80 rechtsnationale Türken und mehr als hundert kurdische Teilnehmer sind aufeinander losgegangen. Die Polizei konnte beide Lager trennen. Von den Türken wurden mehrere Rauchbomben gezündet.

@@ 16.28 Uhr

Nach Angaben der Polizei sind auf dem Gelände im rechtsrheinischen Deutz nun 20.000 Erdogan-Anhänger versammelt. Die Veranstalter hatten mit bis zu 50.000 Menschen gerechnet.

@@ 16.23 Uhr

Am Breslauer Platz an der Nordseite des Kölner Hauptbahnhofes soll es jetzt doch nicht knallen, twittert die Polizei. Sie hatte zuvor angekündigt, trotz der Demonstrationen werde dort die Vorabendserie "Alarm für Cobra 11" gedreht und es werde "laut knallen und einen Feuerball geben".

@@ 16.20 Uhr

Am Kölner Hauptbahnhof stehen sich nach Polizeiangaben jeweils etwa 200 rechts- und linksgerichtete Demonstranten gegenüber, die von Einsatzkräften aber auseinandergehalten werden. Ein von den Rechten - darunter der Splitterpartei Pro NRW - geplanter Zug durch die Stadt wurde nach einem Gespräch mit der Polizei abgesagt und auf eine Standkundgebung beschränkt. Insgesamt sind sowohl zur Pro-Erdogan-Demo als auch zu den angemeldeten vier Gegenveranstaltungen weit weniger Menschen gekommen als erwartet.

@@ 16.15 Uhr

Eigentlich hatten die Veranstalter der Pro-Erdogan-Demo in Köln geplant, den türkischen Präsidenten Erdogan live auf eine Großleinwand zu übertragen. Doch dies hat ein Gericht untersagt. Das Bundesverfassungsgericht hat die Entscheidung bestätigt. Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu kann das nicht nachvollziehen. Die Gerichtsentscheidung sei nicht vereinbar mit den Prinzipien der Meinungs- und Versammlungsfreiheit, twitterte er:

Auch der für Europa zuständige türkische Minister Omur Celi und Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin sind erbost: Das Verbot der TV-Übertragung verstoße gegen demokratische Werte und sei "unannehmbar". Ankara hoffe auf eine "zufriedenstellende Erklärung" der deutschen Behörden. Man frage sich, was der "wahre Grund" dafür sei, dass sie eine Ansprache Erdogans verhinderten, so Kalin. Zudem sei inakzeptabel, dass die deutschen Behörden Demonstrationen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK zuließen.

@@ 15.55 Uhr

"Die Lage ist relativ ruhig", sagt der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies. Bisher sei es nur in der Kölner Innenstadt zu "kleineren Reibereien" zwischen Nationaltürken und Kurden gekommen.

Auftakt der Pro-Erdogan-Kundgebung war eine Schweigeminute. Gedacht werden sollte damit der Opfer des gescheiterten Militärputsches vor zwei Wochen in der Türkei - und der Opfer der jüngsten Terroranschläge in Frankreich und Deutschland. Danach wurde eine Erklärung verlesen: Man versammle sich, um für "Rechtsstaatlichkeit, Einheit, Frieden und Unabhängigkeit einzustehen". "Alle Staaten, Organisationen, Parteien und (...) Politiker der Welt" wurden aufgefordert, "solidarisch zum türkischen Volk" und der Regierung in Ankara zu stehen.

@@ 15.15 Uhr

Die Demonstration von Anhängern des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat begonnen. Etwa 10.000 Menschen haben sich auf einem Gelände am rechten Rheinufer in Köln-Deutz versammelt, viele von ihnen mit türkischen Flaggen. Es sind deutlich weniger als geplant: Die Veranstalter hatten mit bis zu 50.000 Demonstranten gerechnet.

Gleichzeitig ziehen rechtsextremistische Gegendemonstranten durch die Stadt. Die Polizei ist mit 2700 Beamten im Einsatz.

Erdogan-Anhänger hatten kurz vor dem Start der Demo den friedlichen Charakter der Veranstaltung betont und angekündigt, zum Auftakt die deutsche und die türkische Nationalhymne zu singen.

Alle Informationen zu den Demos in Köln finden Sie hier:

vet/dpa/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.