Proteste gegen türkische Syrien-Offensive
Polizei löst Kurden-Demo in Köln auf
Weil türkische Panzer in Syrien vorrücken, sind in Köln Tausende Kurden auf die Straße gegangen. Einige Demonstranten schwenkten Fahnen mit verbotenen Symbolen - bis die Sicherheitskräfte durchgriffen.
Die Polizei in Köln hat eine Demonstration Tausender Kurden gegen den türkischen Militäreinsatz in Nordsyrien vorzeitig beendet. Die Versammlung sei um 14.40 Uhr für aufgelöst erklärt worden, sagte ein Behördensprecher. Zuvor hatten Sicherheitskräfte den Protestzug in der Innenstadt auf der Hälfte der Strecke angehalten, nachdem zahlreiche Fahnen mit verbotenen Symbolen in der Menge aufgetaucht waren.
Die Polizei nahm zwei Menschen in Gewahrsam, die am Rande des Protestmarsches Fahnen verteilt haben sollen, auf denen das Konterfei des inhaftierten PKK-Anführers Abdullah Öcalan abgebildet sein soll. Das Zeigen von PKK-Fahnen oder Bildern Öcalans ist in Deutschland strafbar.
Zwischen einzelnen Demonstranten und Polizisten kam es am späten Nachmittag zu Rangeleien. Trotz Auflösung des Protestzuges kamen laut Augenzeugen mehrere Hundert Menschen auf einem Platz nahe des Hauptbahnhofs zusammen, um dort doch noch eine Abschlusskundgebung zu halten.
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Kurden-Demo in Köln: Tausende gegen Erdogan
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Eine Polizeisprecherin sagte, Demonstranten hätten auch Fahnen auf Beamte geworfen, und es habe körperliche Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Polizisten gegeben. Die Beamten hätten Pfefferspray eingesetzt. Ob es Verletzte gab, sei noch unklar.
Bereits der Start der Demonstration hatte sich um rund zwei Stunden verzögert, anschließend war der Protestmarsch immer wieder ins Stocken geraten. Die Polizei konfiszierte nach eigenen Angaben kistenweise verbotene Fahnen und erstattete Anzeige gegen eine noch unbekannte Anzahl von Demonstranten. Am frühen Nachmittag nahmen nach offiziellen Angaben etwa 14.000 Menschen an den Protesten teil, mehr als 20.000 Demonstranten waren insgesamt erwartet worden.
Die Behörden maßen der Demonstration bereits im Vorfeld ein "erhebliches Konfliktpotenzial" bei. Die befürchteten gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Kurden und nationalistischen Türken blieben aber aus, mehr als 2000 Beamte waren im Einsatz.
Im Video: "Erdogans Krieg stoppen"
SPIEGEL ONLINE
Die Demonstranten protestierten in der Kölner Innenstadt gegen die "Operation Olivenzweig" der türkischen Armee in Nordsyrien. "Erdogans Krieg stoppen" oder "Frieden für Afrin" war auf Transparenten zu lesen, Redner forderten ein Ende des "brutalen Angriffs". Angemeldet hatte die Demo der kurdische Dachverband Nav-Dem, der laut Verfassungsschutz der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK nahesteht.
Die türkische Armee war vor einer Woche in der syrischen Region Afrin einmarschiert, um die kurdische Miliz YPG zu bekämpfen, die Ankara als Ableger der PKK und Terrororganisation einstuft.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte angekündigt, die "Operation Olivenzweig" auf weitere kurdisch kontrollierte Gebiete auszuweiten. Die türkischen Panzer sollen demnach entlang des gesamten türkisch-syrischen Grenzverlaufs nach Syrien rollen, auf rund 900 Kilometer Länge bis zur Grenze zum Irak. Zuletzt war die Offensive jedoch ins Stocken geraten.
10 BilderKurden-Demo in Köln: Tausende gegen Erdogan
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In der Kölner Innenstadt haben Tausende Kurden gegen die türkische Militäroffensive im kurdischen Norden Syriens demonstriert.
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Mit Transparenten protestierten die Demonstranten gegen die "Operation Olivenzweig" in der syrischen Region Afrin. Redner forderten ein Ende des "brutalen Angriffs des türkischen Militärs".
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Am Nachmittag stoppte die Polizei den Protestzug, nachdem in der Menge zahlreiche Fahnen mit verbotenen Symbolen aufgetaucht waren.
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Schließlich beendeten die Einsatzkräfte die Demonstration vorzeitig. Die Versammlung sei um 14.40 Uhr für aufgelöst erklärt worden, sagte ein Behördensprecher.
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Zwischen einzelnen Demonstranten und Polizisten kam es zu Rangeleien. Demonstranten sollen Fahnen auf Beamte geworfen haben, die Polizei setzte Pfefferspray ein.
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Die Sicherheitskräfte konfiszierten bereits am Vormittag haufenweise verbotene Fahnen. Das Zeigen von Emblemen der verbotenen Kurdenpartei PKK oder Bildern von deren inhaftierten Anführer Abdullah Öcalan ist in Deutschland strafbar.
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Die Polizei nahm zwei Menschen in Gewahrsam, die am Rande des Protestmarsches viele der verbotenen Fahnen verteilt haben sollen.
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Angemeldet hatte die Demonstration der kurdische Dachverband Nav-Dem. Die Organisation steht laut Verfassungsschutz der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK nahe.
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Die Polizei hatte gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Kurden und nationalistischen Türken befürchtet. In der Kölner Innenstadt rückte daher ein Großaufgebot von mehr als 2000 Beamten an.
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Am frühen Nachmittag sprach die Polizei von zunächst 14.000 Teilnehmern an der Kundgebung, im Tagesverlauf wurden mehr als 20.000 Demonstranten in Köln erwartet.