Kohl Habe "zu Recht erhebliche Prügel" bekommen

Altkanzler Helmut Kohl hat Fehler in der CDU-Spendenaffäre zugegeben. Mit einem "Tagebuch" will er um seinen Ruf kämpfen.


Altkanzler Helmut Kohl
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Altkanzler Helmut Kohl

Hamburg - Er habe für seine Fehler in der CDU-Affäre "zu Recht erhebliche Prügel" bekommen, sagte Kohl in der "Welt am Sonntag". Aber "die Proportion zwischen den Fehlern und den Prügeln" habe nicht mehr gestimmt.

"Was da begann, war der Versuch, meine 16 Jahre Kanzlerschaft auszulöschen. Es ging um meine Kriminalisierung und um meine Erniedrigung", sagte Kohl. Außerdem habe er "brutale Erfahrungen" mit manchen Medien gemacht. "Im Gespräch mit meinem Tagebuch habe ich dies Tag für Tag aufgearbeitet und aufgeschrieben."

Obwohl er stets betont habe, keine Memoiren schreiben zu wollen, habe er seine Meinung ändern müssen, erklärte Kohl. Er müsse "jetzt dem breit angelegten Versuch entgegenwirken, meine Kanzlerjahre zu verfälschen". Er wolle aber "keine Rache".

Kohl will das "Tagebuch", das im Droemer-Verlag erscheint, am 24. November der Öffentlichkeit vorstellen.



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