Kommentar Warum die Premiere des Wahlleiters zur Farce geriet

Der neue Bundeswahlleiter hatte seinen ersten großen Auftritt - und der ging gründlich daneben. Der deutsche Chefstatistiker gab sich bei der Zulassung der Parteien zur Bundestagswahl eine peinliche Blöße. Das Theater zeigt: Das Verfahren muss reformiert werden.
"Die Partei" vor dem Bundeswahlausschuss: Groteske um Zulassung

"Die Partei" vor dem Bundeswahlausschuss: Groteske um Zulassung

Foto: A3818 Klaus-Dietmar Gabbert/ dpa
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es, folgendes Zitat von Martin Sonneborn sei im Internet-Archiv des Bundestags nicht mehr zu hören: "Der letzte Wahlleiter in diesem Land, der derart undemokratisch mit kleinen und anderen Parteien umgesprungen ist, ist 1946 von einem alliierten Militärtribunal hingerichtet worden". Besagte Passage ist jedoch störungsfrei nachzuhören. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten, ihn zu entschuldigen.