Corona-Impfzertifikat Von der Leyen stellt Pläne für EU-Impfpass vor

Ist Reisen bald wieder möglich? Ein europaweiter Impfpass könnte dabei helfen. Die EU-Kommission liefert erste Vorschläge, wie das Zertifikat aussehen könnte.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

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Francisco Seco / AFP

In der EU soll bald ein digitaler Impfnachweis möglich sein. Die EU-Kommission hofft, damit die Reisebeschränkungen in der Europäischen Union zu überwinden. Entsprechende Pläne hat Kommissionschefin Ursula von der Leyen bei einer Pressekonferenz am Mittwoch vorgestellt. »Mit diesem digitalen Zertifikat wollen wir unseren Mitgliedstaaten helfen, verantwortungsvoll und sicher die Freizügigkeit wiederherzustellen«, sagte sie in Brüssel.

Die geplanten Zertifikate sollen als Nachweis dienen, ob ein EU-Bürger geimpft oder getestet wurde oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen ist. Alle 27 EU-Staaten sollten diese Bescheinigungen gegenseitig anerkennen, sagte die Kommissionspräsidentin.

»Digitales Grünes Zertifikat«

Die EU-Kommission nennt den geplanten Impfnachweis »Digitales Grünes Zertifikat«. Den Impfnachweis soll es sowohl digital als auch in Papierform geben. Er soll kostenlos sein. Zentraler Punkt ist ein QR-Code, der die Sicherheit und Echtheit des Zertifikats garantieren soll. Erfasst werden können Impfungen, aber auch die Ergebnisse von PCR-Tests oder Antigen-Schnelltests.

Die Kommission will eine technische Plattform entwickeln, damit die Zertifikate in allen EU-Staaten überprüft und anerkannt werden können. Auf dieser Plattform sollen aber keine persönlichen Daten hinterlegt oder ausgetauscht werden, wie die Behörde weiter mitteilte. Grundsätzlich soll es den EU-Staaten überlassen bleiben, welche Vorteile etwa beim Reisen mit dem Zertifikat gewährt werden. Wenn sie jedoch weiter Quarantäne oder Tests von Inhabern der Zertifikate verlangen, müssten sie dies der EU-Kommission und allen anderen EU-Staaten anzeigen und Gründe darlegen.

Der digitale europäische Impfausweis soll nach dem Willen der EU-Kommission bis 1. Juni fertig sein. Er könnte somit Reisen in die Sommerferien ermöglichen, wie EU-Kommissionsvize Margaritis Schinas noch vor der offiziellen Vorstellung der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« sagte.

ssp/dpa
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