Konjunktur Schröder fordert Optimismus

Gerhard Schröder rechnet auch für dieses Jahr mit einem "robusten Wachstum". Die Arbeitsämter forderte der Kanzler in einem Interview auf, härter gegen "Drückeberger" vorzugehen.


Besorgt: Gerhard Schröder
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Besorgt: Gerhard Schröder

Hamburg - "Wenn die Institute im Frühjahrsgutachten ihre früheren Prognosen etwas nach unten korrigieren, ist das kein Anlass zur Sorge", sagte Schröder der "Bild"-Zeitung. Denn wer sagt denn, dass ausgerechnet die pessimistische Vorhersage Recht behält?"

Schröder appellierte an "alle jene, die jetzt die Konjunktur herunterreden, um jedes Zehntel zu kämpfen". Zu Vorwürfen der Schönfärberei sagte der Kanzler: "Ich halte mich an die Fakten. Die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit 1995. Zum ersten Mal liegen wir im März wieder unter vier Millionen. Das beweist, dass unser Weg des Abbaus der Arbeitslosigkeit richtig war und ist."

Die Regierung halte an ihrem Ziel fest, die Arbeitslosigkeit bis zur Bundestagswahl 2002 auf unter 3,5 Millionen zu senken. "Eine Million haben wir geschafft, die restlichen 300.000 schaffen wir auch noch. Abgerechnet wird am Schluss."

"Kein Recht auf Faulheit"

Schröder forderte die Arbeitsämter auf, härter gegen Arbeitslose vorzugehen, die einen angebotenen Job ablehnen. "Ich glaube, dass die Arbeitsämter die entsprechenden Möglichkeiten noch konsequenter nutzen können. Wer arbeiten kann, aber nicht will, der kann nicht mit Solidarität rechnen. Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft. Das bedeutet konkret: Wer arbeitsfähig ist, aber einen zumutbaren Job ablehnt, dem kann die Unterstützung gekürzt werden. Das ist richtig so."



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