Kontrollen in Hamburgs Gefahrengebiet Ein Schlagstock, ein Plastikeimer und zwei Knüppel

Ernüchternde Bilanz der Hamburger Polizei: Während der fast 1000 Kontrollen im umstrittenen Gefahrengebiet war die Ausbeute eher mager und skurril. Sichergestellt wurden unter anderem ein Schlagstock, zwei Knüppel - aber auch Schals und ein Plastikeimer.
Polizeikontrolle im Gefahrengebiet: Schals und Klebeband erbeutet

Polizeikontrolle im Gefahrengebiet: Schals und Klebeband erbeutet

Foto: Axel Heimken/ dpa

Hamburg - Als Reaktion auf Krawalle und Angriffe auf Polizisten wurden Anfang Januar in Hamburg sogenannte Gefahrengebiete errichtet - Beamten durften in ihnen ohne konkreten Verdacht Passanten kontrollieren. Doch die Bilanz dieser neun Tage dauernden Aktion ist eher mager.

Denn Hamburgs Polizei hat nur wenige gefährliche Gegenstände sichergestellt. Bei ihren fast 1000 Kontrollen konfiszierten die Beamten unter anderem 19 Böller, einen Schlagstock, zwei Knüppel, Pfefferspray, zwei Tierabwehrsprays und ein Taschenmesser. Das geht aus einer von der Hamburger Linken veröffentlichten Aufstellung der Polizei hervor.

Hinzu kämen sechs "Vermummungsutensilien": eine ABC-Schutzmaske, aber auch Schals, die überprüfte Personen bei sich führten - im Wintermonat Januar. Außerdem wurden ein Seitenschneider, Draht, Klebeband, Kleister und zwei Farbspraydosen beschlagnahmt.

Die Polizei behielt aber auch andere Gegenstände, die einen eher harmlosen Eindruck hinterlassen: eine Plastiktüte, ein Plastikeimer und ein Zelt. Festgestellt, aber nicht konfisziert wurden darüber hinaus unter anderem eine unbekannte Anzahl an Klobürsten sowie eine "Haushaltsrolle in Alufolie eingewickelt, innen ein Zettel mit der Aufschrift 'Peng'".

als/dpa
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