Kosten sparen Wird CDU 50 Mitarbeiter entlassen?

Um ihrer Finanzmisere entgegenzuwirken, hat die CDU sich offenbar entschlossen, das Personal ihrer Bundeszentrale abzubauen. Weitere Sparmaßnahmen sind angedacht.


Berlin - Die CDU will auf Grund ihrer Finanzmisere beim bevorstehenden Umzug ihrer Parteizentrale von Bonn nach Berlin rund ein Drittel ihrer 150 Mitarbeiter einsparen. Durch den Stellenabbau sollen die jährlichen Kosten um gut vier Millionen Mark gesenkt werden, meldet "Bild am Sonntag". Dazu erklärte CDU-Sprecherin Eva Christiansen am Sonntag: "Es ist klar, dass die Parteizentrale ihren Teil zur Sanierung der Finanzen beitragen muss, doch konkrete Zahlen stehen noch nicht fest."

Die Zeitung berichtet weiter, bei Neueinstellungen sollen künftig niedrigere Betriebsrenten vereinbart werden. Weitere 2,5 Millionen Mark im Jahr sollen dadurch eingespart werden, dass künftig nur noch ein statt zwei Bundesparteitage organisiert würden. Nach Angaben ihres neuen Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz ist die CDU wegen des Parteispendenskandals mit rund 100 Millionen Mark verschuldet.

Die CDU arbeite derzeit an einem Sparkonzept, sagte Christiansen. Der Umzug in den Neubau der Parteizentrale in Berlin-Tiergarten im Juni sei aber nicht gefährdet, betonte die Sprecherin. Das rund 60 Millionen Mark teure Gebäudes sei komplett finanziert. Überlegt werde schon seit längerem, Teile des Gebäudes unterzuvermieten.



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