Hotspot Kreis Gütersloh Lockdown wird um eine Woche verlängert

Das Corona-Infektionsgeschehen in Kreis Gütersloh ist laut Ministerpräsident Armin Laschet mittlerweile wieder unter Kontrolle. Die geltenden Beschränkungen sollen dennoch um eine Woche verlängert werden.
Armin Laschet

Armin Laschet

Foto: Federico Gambarini/ dpa

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies bleibt das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh für eine weitere Woche eingeschränkt. Für den Nachbarkreis Warendorf dagegen laufen Einschränkungen um 0 Uhr in der Nacht zu Mittwoch aus, wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte. Das Corona-Infektionsgeschehen sei demnach mittlerweile wieder unter Kontrolle. 

Auslöser des Lockdowns war ein massiver Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies. Wie Laschet sagte, gibt es im Landkreis Gütersloh nur einen geringen Eintrag des Coronavirus in die dortige Bevölkerung. Das Corona-Geschehen spiele sich im Wesentlichen bei den Tönnies-Beschäftigten ab. Im Kreis Warendorf sei kein Eintrag in die Bevölkerung festzustellen. Laschet begründete die Entscheidung mit dem Ergebnis von rund 40.000 Tests in beiden Kreisen und der Rücksprache mit Experten.

Im Kreis Gütersloh wurden demnach mit Stand vom Montag rund 112 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage gemeldet. Das liegt noch deutlich über der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Der Trend mache aber "zuversichtlich", sagte Laschet. Es sei durch die schnellen Eindämmungsmaßnahmen gelungen, "das Infektionsgeschehen örtlich zu begrenzen und ein Überspringen auf die Bevölkerung zu vermeiden".

Der Ministerpräsident wandte sich erneut gegen eine Stigmatisierung von Menschen aus dem Kreis Gütersloh. Es müsse ein "Signal aus Deutschland" geben, dass Menschen aus Gütersloh anderswo willkommen seien, wenn sie einen negativen Corona-Test gemacht hätten.

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Noch kein Termin für Wiedereröffnung von Tönnies

Vor fast zwei Wochen war bekannt geworden, dass es unter den Mitarbeitern des größten deutschen Schlachtbetriebs von Tönnies bei Rheda-Wiedenbrück zu einem Ausbruch mit einer Vielzahl von Corona-Infizierten gekommen ist. Zunächst wurden dann alle rund 7000 Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt. In der vergangenen Woche wurde dann über die Kreise Gütersloh und Warendorf ein Lockdown verhängt.

Ein Termin für die Wiedereröffnung des Tönnies-Schlachthofs ist noch nicht absehbar. Das machte der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) deutlich. Man werde den Betrieb erst wieder erlauben, wenn keine Gefährdung für die Bevölkerung mehr ausgehe. Die Firma Tönnies habe bis dahin noch "viele Hausaufgaben zu erledigen", sagte Adenauer.

asc/dpa
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