Merkel-Getreuer Laschet "Eine konservative Revolution wird es in der CDU nicht geben"

Nach dem Kauder-Beben: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet warnt die CDU vor einem radikalen Kurswechsel - und hält nichts davon, Angela Merkel als Parteivorsitzende zu entmachten.
Laschet, Merkel (Archiv)

Laschet, Merkel (Archiv)

Foto: Kay Nietfeld/ dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat die CDU vor einem konservativeren Kurs nach einem Ende der Ära Merkel gewarnt. "Auch in einer Zeit nach Angela Merkel wird die Union nur mit einem Kurs der Mitte gewinnen", sagte der CDU-Vizevorsitzende der Zeitung "taz am Wochenende". "Eine sogenannte konservative Revolution wird es nicht geben", fügte er hinzu - mit Blick auf einen Begriff, den der CSU-Abgeordnete Alexander Dobrindt vor einigen Monaten benutzt hatte.

Laschet spricht sich zudem dagegen aus, das Amt der Bundeskanzlerin vom CDU-Vorsitz zu trennen. "Die CDU war in der Vergangenheit gut beraten, das Amt des Regierungschefs und des Parteichefs zusammenzuhalten. Bei der SPD war das nicht immer so, was oft zu Spannungen führte."

Nach der Abwahl des Merkel-Vertrauten Volker Kauder als Unionsfraktionschef wird über ihre politische Zukunft diskutiert. Sie selbst hat erkennen lassen, dass sie trotz parteiinterner Kritik beim CDU-Parteitag Anfang Dezember wieder für den Vorsitz kandidieren will. "Ich habe gesagt, ich stehe für diese Legislaturperiode zur Verfügung, und ich habe meine Meinung bezüglich der Verbindung von Parteivorsitz und Kanzlerschaft nicht geändert", sagte sie am Donnerstagabend der "Augsburger Allgemeinen". Merkel betont seit Langem, dass Kanzlerschaft und Parteivorsitz zusammengehören.

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