Auszählungsfehler bei NRW-Wahl Alle 128 Wahlkreise sollen überprüft werden

Erst war es nur ein falsches Auszählungsergebnis in einem Wahlkreis bei der Landtagswahl in NRW. Inzwischen soll es sich um mehrere Fälle handeln. Nun sollen die Ergebnisse erneut kontrolliert werden.
Wahllokal in Köln

Wahllokal in Köln

Foto: Henning Kaiser/ dpa

Es soll ich um mindestens ein Dutzend Fälle handeln: Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen werden alle 128 Wahlkreise noch einmal überprüft. Hintergrund seien außergewöhnlich viele fehlerhaft übermittelte Schnellmeldungen, sagte ein Sprecher von Landeswahlleiter Wolfgang Schellen der "Rheinischen Post" (Online).

Einer dieser Fälle wurde am vergangenen Freitag bekannt: Dort waren in einem Wahlbezirk in Mönchengladbach alle AfD-Stimmen fälschlicherweise für ungültig erklärt worden.

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis hatte die rechtspopulistische Partei im Bezirk Altenheim Eicken 7,6 Prozent der Erststimmen, allerdings keine gültige Zweitstimme erhalten. Aufgrund des ungewöhnlichen Ergebnisses veranlasste die Stadt eine Neuauszählung. Dabei fiel auf, dass alle 37 abgegebenen Zweitstimmen für die AfD waren gültig. Die Partei hatte damit 8,6 Prozent der Zweitstimmen erhalten.

"Es ist nicht nur die AfD betroffen, sondern es gibt fehlerhafte Ergebnisse für nahezu alle Parteien. Das ist gerade in dieser aufgeladenen Zeit sehr ärgerlich", sagte der Sprecher der Zeitung. Die Leiter aller Wahlkreise seien aufgefordert worden, ihre Stimmbezirke auf Ungereimtheiten zu prüfen.

Am Mittwochmittag soll das amtliche Endergebnis der Wahl vorgestellt werden.

mho/dpa