+++ Minutenprotokoll zur Wahl +++ Günther will mit Grünen und FDP über Fortsetzung von Jamaika reden

Die CDU hat in Schleswig-Holstein die hohen Erwartungen noch übertroffen, die SPD ein historisch schlechtes Ergebnis eingefahren. Die Grünen wollen entweder weiter mitregieren oder »hammerhart Opposition machen.« Der Wahlabend im Minutenprotokoll.
Daniel Günther steht vor einer zweiten Amtszeit

Daniel Günther steht vor einer zweiten Amtszeit

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa
  • 5/8/20228:10:36 PM
    Das war es vom Liveticker zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Ich hoffe, Sie haben sich gut unterhalten gefühlt und bleiben uns gewogen. Einen schönen Restsonntag noch!
  • 5/8/20227:52:02 PM
    In der Stunde des Erfolgs bedankt sich Daniel Günther bei seinen bisherigen Jamaikapartnern für ihren Anteil am CDU-Wahlsieg. Einen von beiden wird der alte und neue Ministerpräsident wohl trotzdem fallen lassen. Was bedeutet das Wahlergebnis für die Landespolitik?
  • 5/8/20227:46:58 PM
    Die CDU hat bei der Landtagswahl die hohen Erwartungen noch übertroffen: Laut Hochrechnung landet sie bei 43,5 Prozent, verbucht zweistellige Zugewinne im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl. Keine andere Partei hat ein so großes Plus gemacht. Das ist auch für Unionsfraktionschef Friedrich Merz ein Meilenstein.
  • 5/8/20227:37:58 PM
    Die CDU hat in Schleswig-Holstein haushoch gewonnen. Das liegt laut einer Analyse der Forschungsgruppe Wahlen vor allem an ihrem Kandidaten Daniel Günther – und an »spezifisch-schwacher Konkurrenz«. Hier lesen Sie mehr. 
  • 5/8/20226:44:33 PM
    Die Kollegen vom NDR haben die unterschiedlichen Reaktionen auf die ersten Prognosen bei den verschiedenen Wahlpartys eingefangen.
  • 5/8/20226:42:45 PM
    Die Spitzenkandidatin der Grünen, Monika Heinold, zeigt sich am Wahlabend zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Partei. Dem NDR sagte sie: »Wir sind superglücklich, zweitstärkste Kraft zu sein. Ich gehe davon aus, dass wir wieder Regierungsverantwortung tragen können – oder hammerhart Opposition machen.«
  • 5/8/20226:22:32 PM
    Nach dem schlechten Abschneiden der Linken hat die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Amira Mohamed Ali, den Erneuerungswillen ihrer Partei betont. Das Wahlergebnis im Norden sei eine »große Niederlage«, sagte Mohamed Ali in der ARD. Dennoch sei sie sicher, dass die Partei es schaffen werde, spätestens nach ihrer Neuaufstellung im Juni »mit größerer Geschlossenheit wieder nach vorne zu blicken«. Im Juni soll auf einem Bundesparteitag der Linken der Parteivorstand neu gewählt werden. Nach den Hochrechnungen zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein verpasste die Linke im Norden erneut den Einzug in den Landtag. Im Jahr 2017 hatte die Linke dort 3,8 Prozent der Stimmen geholt.
     
  • 5/8/20226:14:33 PM
    Daniel Günther will mit den Grünen und der FDP über eine Fortsetzung der Jamaikakoalition sprechen. »Ich habe vor der Wahl gesagt, dass ich am liebsten in Jamaika weiterregiere, und deswegen ist es für mich auch vollkommen klar, dass ich auch nach der Wahl jetzt klar sage, dass ich mit Grünen und der FDP Gespräche führen werde«, sagte Günther im NDR. Nach den aktuellen Hochrechnungen braucht die CDU aber bei einem wahrscheinlichen Wahlergebnis von mehr als 40 Prozent nur einen Koalitionspartner – Grüne, FDP oder auch den Südschleswigschen Wählerverband (SSW).

    Während die Grünen ihr voraussichtlich bestes Wahlergebnis in der Geschichte einfahren, muss die FDP absehbar Verluste hinnehmen. Für Günther ist dies jedoch unerheblich. »Auch die FDP hat einen hervorragenden Job in dieser Koalition gemacht«, betonte er. Deswegen werde er auch mit Grünen und der FDP Gespräche führen. Unwahrscheinlich ist dagegen ein Bündnis mit dem SSW. Unter Hinweis auf seine Aussagen vor der Wahl sagte Günter, dass seine Ansprechpartner Grüne und FDP seien. 
  • 5/8/20226:06:10 PM
    Mit Daniel Günthers Triumph ist das Jamaikabündnis passé. Alles deutet auf Schwarz-Gelb hin, die Grünen sind enttäuschte Sieger. In der Bundes-CDU dürfen sie sich freuen, vorerst. Fünf Lehren aus dem Wahlergebnis. Lesen Sie hier eine Blitzanalyse zur Wahl.
  • 5/8/20225:57:36 PM
    Nach dem deutlichen Sieg der CDU bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein werben Grüne und FDP um eine Regierungsbeteiligung als Juniorpartner von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU).
  • 5/8/20225:54:51 PM
    CDU-Generalsekretär Mario Czaja wirft Kanzler Olaf Scholz vor, den Zeitpunkt seiner TV-Ansprache aus parteitaktischen Gründen am Wahltag in Schleswig-Holstein gewählt zu haben. Scholz schicke zudem nun mit Außenministerin Annalena Baerbock »die Einzige mit Format nach Kiew«, sagte er in der ARD. SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert weist beide Vorwürfe zurück. »Wir sollten aufhören so zu tun, als ob alle Unterstützung an der Frage einer Reise hängt«, sagt er. Auch Grünen-Bundesgeschäftsführerin Emily Büning betont, dass der Kanzler selbst entscheiden müsse, wann der beste Zeitpunkt einer Reise sei. Es sei gut, dass nun Baerbock reise. 
  • 5/8/20225:44:08 PM
    Unionsfraktionsvize Jens Spahn sieht die CDU nach dem klaren Wahlerfolg im Aufwind. Mit Blick auf die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am kommenden Sonntag sagte Spahn in der ARD, er sei »optimistisch, dass das ein Double werden kann, ein Doppelerfolg im Mai: heute Auftakt in Kiel, nächste Woche dann in Düsseldorf«.

    Er beobachte viel Unterstützung für den dortigen CDU-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst und dessen Kurs in den vergangenen Jahren. Nach den von SPD und Grünen regierten Jahren habe die CDU in dem Bundesland »einen Unterschied« gemacht – etwa bei der inneren Sicherheit und dem Wirtschaftswachstum.

  • 5/8/20225:40:48 PM
    Nach dem historisch schlechten Abschneiden der SPD hat Generalsekretär Kevin Kühnert Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gegen Kritik in Schutz genommen. Die Landtagswahl sei kein Stimmungstest für den Kanzler gewesen, sagte Kühnert am Sonntag in der ARD. »Da steckt kein Olaf Scholz in dieser Niederlage drin.« Kühnert wies darauf hin, dass »relativ wenig im Wahlkampf über Politik gesprochen worden« sei.

    Die Wahl sei sehr stark von der großen Popularität von Ministerpräsident Günther geprägt gewesen, der auf landespolitische Themen gesetzt habe. »Daniel Günther wird auch froh sein, dass er gerade nicht die internationale Politik verantworten muss«, sagte Kühnert.
     
  • 5/8/20225:21:35 PM
  • 5/8/20225:18:18 PM
    CDU-Chef Friedrich Merz galt nie als enger Verbündeter von Daniel Günther. Gratuliert hat er diesem natürlich trotzdem.
  • 5/8/20225:17:09 PM
    Viele Reaktionen aus der Politik konnten Sie hier ja schon nachlesen. Die Kollegin Milena Hassenkamp hat die mal in eine eigene Meldung gegossen.
  • 5/8/20225:02:00 PM
    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat den Wahlsieg der Christdemokraten als Rückenwind für seine Landespartei gewertet. Das Ergebnis in Kiel zeige, dass die Volkspartei CDU »voll da« sei und dass gute Regierungsarbeit honoriert werde, schrieb Wüst auf Facebook. »Beides sind gute Signale auch für uns in Nordrhein-Westfalen.« Kommenden Sonntag wird in NRW gewählt, Umfragen zufolge gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD.
     
  • 5/8/20224:59:08 PM
    Finanzminister Christian Lindner (FDP) spricht davon, dass es in Schleswig-Holstein keine Landtagswahl, sondern eine »Günther-Wahl« gegeben habe.
  • 5/8/20224:55:30 PM
    »Es ist ohne Zweifel ein ganz bitteres Ergebnis für die SPD heute Abend«, sagt die SPD-Chefin Saskia Esken in der ARD. 
  • 5/8/20224:44:58 PM
    Die Bundes-CDU hat nach Angaben von CDU-Generalsekretär Mario Czaja keine Präferenz, ob Ministerpräsident Günther künftig mit der FDP oder den Grünen regieren sollte. »Dazu wird es aus Berlin keine Empfehlung geben«, sagt Czaja. Die CDU habe in Kiel die richtigen Prioritären gesetzt.
  • 5/8/20224:43:56 PM
    Die Wähler hätten eine eindeutige Entscheidung getroffen. »Der Wahlsieger ist die CDU, sind wir!« Günther spricht von einem »enormen Vertrauensbeweis.« Man habe in Schleswig-Holstein einen neuen Stil geprägt, mit sehr unterschiedlichen Partnern gut zusammengearbeitet. Er bedankt sich bei FDP und Grünen für die »super Zusammenarbeit«.
  • 5/8/20224:41:59 PM
    Daniel Günther spricht jetzt auf der Wahlparty der CDU. 
  • 5/8/20224:41:40 PM
    Die Grünen-Parteivorsitzende Ricarda Lang hat die Bereitschaft ihrer Partei betont, Regierungsverantwortung zu übernehmen. »Natürlich stehen wir jetzt für Regierungsbildung zur Verfügung«, sagt Lang. Es gebe in Schleswig-Holstein »mehrere Wahlsieger«. Die Grünen gehörten neben der CDU dazu. CDU-Ministerpräsident Daniel Günther sei aber »klarer Wahlsieger« und entscheide deshalb über eine künftige Regierungskonstellation. »Der Ball liegt erst mal bei Daniel Günther.« 
  • 5/8/20224:39:03 PM
    SPD-Spitzenkandidat Losse-Müller räumt eine deutliche Wahlniederlage ein. »Wir haben es nicht geschafft, unsere Themen wirklich zu setzen.« 
  • 5/8/20224:33:29 PM
    Der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla hat parteiinterne Ursachen für das schlechte Wahlergebnis eingeräumt. »Ich denke, dass die nächsten Jahre eine größere Disziplin hermuss«, sagt Chrupalla im ZDF. Die AfD, die bei der Landtagswahl 2017 noch auf 5,9 Prozent gekommen war, hatte im Kieler Landtag immer wieder mit internen Streitigkeiten auf sich aufmerksam gemacht. Von den zunächst fünf AfD-Abgeordneten haben inzwischen zwei die Fraktion verlassen.

    Für die AfD sei Schleswig-Holstein eines der »schwierigeren Bundesländer«, sagte Chrupalla. »Die Menschen sind hier relativ zufrieden«, sagte er. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sei »sehr beliebt«. Chrupalla rief seine Partei auf, an ihre »konservativen und nationalen Grundwerte anzuknüpfen«. Laut Prognosen von ARD und ZDF liegt die AfD knapp unter der Fünf-Prozent-Marke. Es wäre das erste Mal, dass die Partei aus einem Landtag fliegt. 
  • 5/8/20224:31:49 PM
    Die SPD müsse sich nach der Wahlschlappe nun in der Opposition bewähren, sagt Stegner. »Wir werden jetzt gute Oppositionspolitik machen müssen, damit wir nicht von der Bildfläche verschwinden, sondern wieder zurückkehren.« 
  • 5/8/20224:29:27 PM
    Der SPD-Bundestagsabgeordnete und frühere Landesvorsitzende Ralf Stegner hat das Abschneiden seiner Partei als »Debakel« bezeichnet. Er glaube, dass der SPD-Spitzenkandidat Losse-Müller ein guter Kandidat gewesen sei, er habe aber nur wenig Zeit gehabt, sagte Stegner im NDR-Fernsehen. Es sei auch schwer, einen populären Ministerpräsidenten zu schlagen. Jetzt gehe es für die SPD darum, gute Oppositionspolitik zu machen. 
  • 5/8/20224:26:33 PM
    Für den SSW ist es übrigens das historisch beste Ergebnis (6 Prozent). Die Sonderregelung hätte die Minderheitenpartei also gar nicht gebraucht.
  • 5/8/20224:23:17 PM
    Schleswig-Holsteins CDU-Fraktionschef Tobias Koch möchte trotz des absehbar hervorragenden Wahlergebnis die Jamaikakoalition im Norden fortsetzen. »Für uns gilt das, was wir vor der Wahl gesagt haben, auch nach der Wahl. Wir würden uns eine Fortsetzung von Jamaika wünschen«, sagte Koch im NDR-Fernsehen. Fünf Jahre gute Zusammenarbeit von CDU, Grünen und FDP sprächen für sich. »Ich finde, eine Dreier-Konstellation hat sich hier sehr bewährt in Schleswig-Holstein.« 
  • 5/8/20224:22:11 PM
    Hier übrigens unsere Meldung zum Wahlergebnis:
  • 5/8/20224:20:11 PM
    SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat den Wahlerfolg der CDU allein auf die Popularität von Ministerpräsident Günther zurückgeführt. Auf die Frage, ob es einen Effekt für das schlechte Abschneiden der SPD durch Kanzler Olaf Scholz gebe, verweist Kühnert in der ARD darauf, dass landespolitische Themen dominierend gewesen seien. Die SPD sei im Norden in einer »strategischen Sackgasse« gewesen. 
  • 5/8/20224:19:38 PM
    Grünen-Spitzenkandidatin Monika Heinold hat sich über das gute Abschneiden ihrer Partei bei der Landtagswahl gefreut. »Die Menschen im Land wollen, dass wir weiter Regierungsverantwortung tragen. Ob es so kommt, werden wir sehen«, sagte Heinold nach Bekanntgabe der ersten Prognosen. Danach sind die Grünen noch vor der SPD voraussichtlich zweitstärkste Kraft, klarer Wahlgewinner ist die CDU. Die zweite Grünen-Spitzenkandidatin Aminata Touré sagte, die Freude bei der Partei sei »unfassbar«. »Wenn die AfD rausfliegt, das wäre großartig.« 
  • 5/8/20224:18:54 PM
    Der stellvertretende Parteivorsitzende der CDU, Carsten Linnemann, zeigt sich sehr zufrieden über das Abschneiden seiner Partei. »Respekt an Daniel Günther«, sagte Linnemann am Sonntagabend im »ZDF«. Die Ergebnisse seien »maßgeblich« der Erfolg von Daniel Günther und nicht in erster Linie das Ergebnis der Bundespartei, erklärte Linnemann. Bei den Themen Sicherheit und Bildung habe Günther eine klare Meinung und Überzeugung. Das sei der Typ Politiker, der gefragt sei, sagte Linnemann. »Er ist ein Hoffnungsträger«, sagte Linnemann. 
  • 5/8/20224:14:50 PM
    Robert Habeck spricht von der guten Zusammenarbeit von Grünen und CDU in Schleswig-Holstein. Auch deswegen sei die CDU so erfolgreich gewesen. 
  • 5/8/20224:08:00 PM
    Laut Umfrage von Infratest dimap sind 75 Prozent der Wähler mit der Arbeit der schleswig-holsteinischen Landesregierung zufrieden gewesen. Auch 68 Prozent der Anhänger der oppositionellen SPD geben an, dass sie mit der Arbeit der Jamaikakoalition unter Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) zufrieden seien. 
  • 5/8/20224:07:46 PM
    Eine deutliche Mehrheit von Union und Liberalen in Schleswig-Holstein. Was die CDU daraus mache, müsse man abwarten. Aber: »Wenn man Schleswig-Holstein auf einem fortschrittlichen Kurs halten will, dann geht es nur mit uns.« 
  • 5/8/20224:06:56 PM
    Er hoffe, dass es dabei bleibt, dass die AfD nichts ins Parlament einzieht.
  • 5/8/20224:06:34 PM
    Wolfgang Kubicki (FDP) sagt zur Wahl, dass man den Wahlkampf mit der Maßgabe geführt habe, die Regierung zu halten, die Grünen hätten das nicht gemacht. 
  • 5/8/20224:02:44 PM
    Die Wahlbeteiligung wird auf 61 Prozent geschätzt, 2017 waren es mehr als 64 Prozent. 
  • 5/8/20224:02:13 PM
    Der CDU reicht also definitiv ein Koalitionspartner. 
  • 5/8/20224:01:13 PM
    Prognose:

    CDU: 43,0 %
    SPD: 15,5 %
    Grüne: 17,0 %
    FDP: 7,0 %
    AfD: 4,9 %
    SSW: 6,0 %
    Andere: 6,6 %
  • 5/8/20223:59:01 PM
    Ich schreib die Ergebnisse gleich mal für Sie mit.
  • 5/8/20223:54:29 PM
    Ab 18 Uhr (vielleicht auch erst um 18.01 Uhr) finden Sie bei uns natürlich auch alle Zahlen, Grafiken und Daten zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein live.
  • 5/8/20223:50:00 PM
    Knapp zehn Minuten noch, dann gibt es die ersten Prognosen zu vermelden. Sicher scheint jetzt schon: Der Jubel auf der Wahlparty der Christdemokraten wird lauter ausfallen als der bei den Sozialdemokraten. 
  • 5/8/20223:34:00 PM
    CDU-Chef Merz benötigt dringend einen Erfolg für seine Partei, den könnte ihm ausgerechnet Daniel Günther bescheren. Die beiden waren lange Gegner. Merz der konservative Rivale der Kanzlerin, Günther der liberale Merkel-Anhänger. Drei Anläufe brauchte Merz, bis die Mitglieder ihn nach der vergeigten Bundestagswahl zum Parteichef wählten. Günther hatte er dabei nie auf seiner Seite. Lesen Sie hier mehr. 
  • 5/8/20223:27:00 PM
    Natürlich wird die Wahl auch außerhalb der Grenzen Schleswig-Holsteins aufmerksam verfolgt – unter anderem von den jeweiligen Parteien. Die CDU könnte nach der herben Schlappe im Saarland einen klaren Sieg bei Wahl Nummer zwei nach der Bundestagswahl im vergangenen September gut gebrauchen. Dass die Christdemokraten die meisten Stimmen erhalten, scheint klar zu sein, aber reicht es vielleicht sogar für eine absolute Mehrheit? Ausgeschlossen ist das nicht, wahrscheinlicher aber ist eine Koalition unter CDU-Führung. 
  • 5/8/20223:21:00 PM
    Der SSW verhalf vor zehn Jahren Rot-Grün in Schleswig-Holstein zur Mehrheit. Warum die Partei der dänischen Minderheit erneut eine Schlüsselrolle an der Förde spielen könnte, lesen Sie hier
  • 5/8/20223:15:00 PM
    Noch mehr Hintergründe zur Wahl hat die Kollegin Sophie Garbe hier für Sie zusammengefasst. 
  • 5/8/20223:10:00 PM
    Damit tritt Losse-Müller nun auch gegen eine frühere Vertraute an: Die schleswig-holsteinische Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) holte ihn einst als Mitarbeiter in ihr Ministerium. Nun sind beide Spitzenkandidaten ihrer Parteien. So nah wie früher aber sind sie sich offenbar ohnehin nicht mehr. Beim TV-Triell zur Landtagswahl konnte Heinold sich nicht entscheiden, ob sie ihren Kontrahenten nun mit »Thomas« oder »Herr Losse-Müller« ansprechen will. 
  • 5/8/20223:05:00 PM
    Der Herausforderer von der SPD, Thomas Losse-Müller, hat mit dem gleichen Problem zu kämpfen wie Günther bei seiner (erfolgreichen) Wahl 2017: Viele Wählerinnen und Wähler kennen ihn gar nicht. Losse-Müller war bis 2020 noch Mitglied bei den Grünen, führte unter dem damaligen Ministerpräsidenten Albig die Staatskanzlei. Dann wechselte er überraschend zur SPD. Dort wurde er innerhalb kürzester Zeit zum neuen Spitzenkandidaten gekürt. 
  • 5/8/20223:00:00 PM
    Schauen wir uns die Kandidaten etwas genauer an: Daniel Günther geht zum zweiten Mal für die CDU in Schleswig-Holstein ins Rennen. 2017 schaffte er es, den damaligen SPD-Amtsinhaber Torsten Albig zu entthronen. Seitdem hat Günther das Land gemeinsam mit FDP und Grünen in einer Jamaikakoalition regiert. Der CDU-Politiker gilt nicht unbedingt als Vordenker, der viele eigene Impulse setzt, dafür aber als guter Zuhörer und beständiger Typ. 
  • 5/8/20222:55:00 PM
    In Schleswig-Holstein gilt das Zwei-Stimmen-System. Das heißt, mit der Erststimme werden die 35 Mandate aus den Wahlkreisen vergeben. Wer dort die meisten Stimmen holt, ist gewählt. Die Zweitstimme gilt der Landesliste einer Partei, damit kommen regulär 34 Mandate dazu. Erhält eine Partei mehr Direktmandate in den Wahlkreisen, als ihr prozentual nach Zweitstimmen zustünden, behält sie diese Mehrsitze. Die anderen Parteien bekommen dafür entsprechend ihrem Anteil Ausgleichsmandate. Es gilt die Fünfprozenthürde – außer für den Südschleswigschen Wählerverband (SSW).
  • 5/8/20222:53:00 PM
    Drei Tage vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein steuert Ministerpräsident Daniel Günther mit seiner CDU auf einen klaren Sieg zu. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den SPIEGEL. Lesen Sie hier mehr: 
  • 5/8/20222:51:00 PM
    Die Spitzenkandidaten von CDU, Grünen und SPD haben heute schon gewählt. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) war bei der Stimmabgabe optimistisch. »Ich würde mich freuen, wenn die Umfragen sich bestätigen und die CDU mit Abstand stärkste Kraft wird, weil ich sehr gerne diese Regierung fortsetzen möchte«, sagte er nach dem Urnengang in Eckernförde. Das Bündnis von CDU, FDP und Grünen habe Schleswig-Holstein gutgetan.

    Auch SPD-Herausforderer Thomas Losse-Müller gab sich frohen Mutes. »Als SPD haben wir in den vergangenen Wochen mit aller Kraft um jede Stimme gekämpft«, sagte er laut einer Mitteilung. Der Wahlkampf sei lange von großen weltpolitischen Fragen überlagert worden, doch in den letzten Tagen sei die Aufmerksamkeit für die Themen im Land gestiegen. Auf den Märkten und an Haustüren habe es viel Unterstützung für die Mietpreisbremse, ein Tariftreuegesetz und kostenfreie Kitas gegeben. »Ich setze darauf, dass das Soziale mit der SPD in die Landesregierung zurückkehren wird.«

    Die Spitzenkandidatin der Grünen, Monika Heinold, gab am Vormittag in Kiel ihre Stimme ab. Sie erschien mit Briefwahlunterlagen in ihrem Wahllokal. Heinold hatte aus Sorge, sie könnte am Wahltag mit dem Coronavirus infiziert sein, Briefwahl beantragt, wie ein Sprecher sagte. »Heute endet ein vom Krieg überschatteter Wahlkampf«, sagte die Finanzministerin bei der Stimmabgabe. Der Wahlkampf sei demokratisch und fair gewesen. »Ich hoffe jetzt auf starke Grüne im neuen Landtag und auf eine Regierung, die die entscheidenden Zukunftsfragen entschlossen angeht.« 
  • 5/8/20221:48:10 PM
    Heute ist relativ gutes Wetter in Norddeutschland – die Sonne scheint vielerorts. Die meisten Wahlberechtigten im Land dürfte es freuen, für die Demokratie allerdings wären Regen und Kälte sicher nicht schlechter gewesen. Bis 14 Uhr haben in Schleswig-Holstein 36,8 Prozent der Wahlberechtigten in den Wahllokalen ihre Stimme abgegeben, wie der Landeswahlleiter auf seiner Internetseite mitteilte. 2017 hatten dies zu diesem Zeitpunkt bereits 42,5 Prozent getan. Die Wahlbeteiligung lag damals bei insgesamt 64,2 Prozent. Der stellvertretende Landeswahlleiter, Maik Petersen, ging früheren Angaben zufolge von einer regen Beteiligung bei der Briefwahl aus. 2017 hatte der Briefwahl-Anteil 18 Prozent betragen. 
  • 5/8/20221:43:00 PM
    Herzlich willkommen im Liveticker von SPIEGEL.de zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Hier erfahren Sie heute alles Wissenswerte rund um das neue Parlament in Kiel. 
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