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Landtagswahl in Brandenburg: SPD bleibt stärkste Kraft

Foto: Michael Kappeler/ dpa

Landtagswahl SPD siegt in Brandenburg - AfD bei 12 Prozent

Die SPD erreicht in Brandenburg rund 32 Prozent. Die eurokritische AfD zieht mit 12 Prozent in den Landtag ein - die CDU wird zweitstärkste Kraft.

Potsdam - Bei der Landtagswahl in Brandenburg gewinnen die Sozialdemokraten von Dietmar Woidke Hochrechnungen von ARD und ZDF zufolge mit rund 32 Prozent. Damit schafft die SPD fast das Ergebnis von 2009 mit damals 33 Prozent.

Die CDU verbesserte sich den Hochrechnungen zufolge auf knapp 23 Prozent und überholte damit die Linkspartei. Die Christdemokraten hatten vor fünf Jahren noch bei 19,8 Prozent gelegen.

Die Linke, die bisher mit der SPD regiert, liegt nun auf Platz drei mit gut 18 Prozent. Sie verliert damit deutlich. Bei der letzten Landtagswahl hatte sie noch 27,2 Prozent geholt.

Damit sind sowohl die Fortsetzung der rot-roten Koalition sowie ein rot-schwarzes Regierungsbündnis möglich. Regierungschef Woidke hat sich bisher nicht festgelegt, mit wem er weiterregieren will. Auch am Wahlabend hielt er sich die Optionen offen. Seine Partei werde nun prüfen, mit wem sie eine Regierungskoalition bilden werde.

Die Grünen schaffen den Hochrechnungen zufolge gute 6 Prozent (2009: 5,7 Prozent).

Großer Gewinner ist die Alternative für Deutschland (AfD), sie erreicht aus dem Stand 12 Prozent. Die eurokritische Partei ist damit nun in den Landtagen von Sachsen, Thüringen und Brandenburg vertreten.

Der FDP gelingt der Wiedereinzug dagegen nicht, sie schafft lediglich anderthalb Prozent. Bei der letzten Landtagswahl waren es noch 7,2 Prozent.

Die Wahlbeteiligung fiel in Brandenburg so gering wie noch nie aus: Nur 49 Prozent der Stimmberechtigten gingen wählen. Das sind 18 Prozent weniger als 2009, damals stimmten die Brandenburger parallel zur Bundestagswahl ab. Erstmals waren dieses Mal auch 16- und 17-Jährige stimmberechtigt.

heb
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