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02. September 2019, 09:47 Uhr

CDU nach den Landtagswahlen

Kramp-Karrenbauer schließt Zusammenarbeit mit AfD weiterhin aus

Bei den Wahlen in Sachsen und Brandenburg legte die AfD kräftig zu. CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer stellte klar, dass es bei einer Abgrenzung von den Rechtspopulisten bleibe - genau deshalb sei ihre Partei auch gewählt worden.

Bei den Wahlen in Sachsen und Brandenburg legte die AfD kräftig zu. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer schließt eine Zusammenarbeit mit den Rechtspopulisten aber nach wie vor aus. Auf die Frage, ob die CDU bei der Abgrenzung von der AfD bleiben könne, obwohl rund jeder vierte Wähler der AfD bei der Landtagswahl seine Stimme gegeben habe, sagte Kramp-Karrenbauer in "Morgenmagazin" der ARD: "Ja, wir können. Wir haben das auch festgelegt, auch in den Gremien."

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer habe deutlich gemacht, dass es keine Zusammenarbeit mit der AfD gebe. "Ich bin der festen Überzeugung, dass viele aus dem Nichtwählerlager und aus anderen Parteien genau deshalb auch die CDU gewählt haben."

Kramp-Karrenbauer schrieb den Wahlsieg der CDU bei der Wahl in Sachsen vor allem Kretschmer zu. Ihm sei das Ergebnis dort zu verdanken, sagte die CDU-Bundesvorsitzende. Er habe den Umschwung vorangetrieben. Das schlechte Abschneiden der Union in Brandenburg erklärte sie damit, dass die CDU in der Auseinandersetzung zwischen dem SPD-Ministerpräsidenten Dietmar Woidke und der AfD um den Wahlsieg nicht mehr durchgedrungen sei.

Angesichts der Stimmenverluste der CDU bei beiden Wahlen räumte die Parteichefin auch eigene Versäumnisse ein. Die CDU sei in den vergangenen Monaten über manche Hürden "nicht so elegant" gegangen, "auch ich persönlich".

Aus den Landtagswahlen waren die CDU in Sachsen und die SPD in Brandenburg trotz klarer Verluste als Sieger hervorgegangen. Sie blieben am Sonntag jeweils stärkste Kraft und hielten die AfD auf Abstand. Diese kam in beiden Ländern mit massiven Zugewinnen auf Platz zwei, bleibt aber ohne Regierungsoptionen. Die Regierungsbildung dürfte in beiden Ländern schwierig werden.

Die sächsische CDU kam laut Landeswahlleitung auf 32,1 Prozent. Der bisherige Koalitionspartner SPD stürzte auf 7,7 Prozent ab - nie schnitten die Sozialdemokraten bei einer Landtagswahl so schlecht ab. Die AfD erzielte mit 27,5 Prozent hingegen ihr bislang bestes Resultat bei einer Landtagswahl. Die Grünen erreichten in Sachsen 8,6 Prozent, die Linke kam auf 10,4 Prozent. Die FDP verpasste mit 4,5 Prozent den Einzug in den Landtag.

In Brandenburg kam die SPD laut vorläufigem amtlichem Endergebnis auf 26,2 Prozent - ihr bislang schlechtestes Ergebnis in dem Bundesland. Auf Platz zwei folgte die AfD mit 23,5 Prozent. Historisch schlecht schnitten auch CDU mit 15,6 Prozent und Linkspartei mit 10,7 Prozent ab. Die Grünen erzielten ihr bislang bestes Ergebnis in Brandenburg mit 10,8 Prozent. Die FDP verpasste mit 4,1 Prozent den Einzug in den Landtag, den Freien Wählern gelang dies mit fünf Prozent.

als/AFP/Reuters

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