LeFloid fragt Merkel für YouTube "Haben Sie Angst vor Nationalismus?"

Einheitliches Abitur, Homo-Ehe und Rassismus in Deutschland: Eine halbe Stunde lang hat der YouTuber LeFloid mit Angela Merkel gesprochen. Die Fragen kamen überwiegend von seinen Fans.

LeFloid vor dem Kanzleramt: Pläuschchen mit Merkel
DPA

LeFloid vor dem Kanzleramt: Pläuschchen mit Merkel


Der YouTuber LeFloid hat Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen - und ihr ein paar Fragen gestellt. Auf seinem Kanal veröffentlichte er das halbstündige Gespräch mit der CDU-Politikerin über Themen wie Whistleblower, ein einheitliches Abitur oder das Freihandelsabkommen TTIP. "Haben Sie aktuell ein bisschen Angst vor einer neuen Art des Nationalismus?", fragt der 27-Jährige darin unter anderem.

Gleich zu Beginn des Interviews ging es um die Haltung der Kanzlerin zur gleichgeschlechtlichen Ehe. Sie sei sehr stark dafür, alle Diskriminierungen abzuschaffen. "Für mich persönlich ist Ehe das Zusammenleben von Mann und Frau, das ist meine Vorstellung" sagte Merkel. Sie sei aber für eingetragene Partnerschaften und gegen Diskriminierung im Steuerrecht. "Wo immer wir noch Diskriminierung finden, werden wir die auch weiter abbauen."

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In den Tagen vor dem Interview hatte LeFloid seine Fans aufgefordert, ihm unter dem Hashtag #NetzFragtMerkel Fragen für das Gespräch vorzuschlagen. Eigene Fragen wolle er kaum stellen, so das Versprechen. Zudem bekomme er für sein Merkel-Interview kein Geld, schrieb der YouTuber auf Facebook.

LeFloid heißt eigentlich Florian Mundt und macht Videos für YouTube - besonders sein Boulevard-Format "LeNews" ist populär. Die neuesten Videos kommen regelmäßig auf mehr als eine Million Abrufe, ältere Clips mit klickträchtigen Vorschaubildern und Titeln sammelten bis zu drei Millionen Klicks. LeFloids Videokanal kommt auf 2,6 Millionen Abonnenten und existiert seit 2007, damit zählt der 27-Jährige zu den dienstältesten deutschen YouTubern. Die meisten Zuschauer von LeFloid sind 16 bis 24 Jahre alt.

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mxw/brk



insgesamt 33 Beiträge
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Seite 1
DrWimmer 13.07.2015
1. Laaaaaaaaangweilig......
Schön für Frau Merkel, wenn sie nun auch mal ein paar Youtuber-Follower erreichen konnte. Für ernsthafte Medienkonsumenten hat dieses Interview nichts, aber auch gar nichts neues gebracht. Das ist sehr schade, hat "LeFloid" schließlich kein politisch vorgefärbtes Verlagshaus, keinen Rundfunkrat und - bis auf seine "Fans" - niemanden zu fürchten. Wenn dann dieser typisch deutsche, links angehauchte Mainstream-Einheitsbrei dabei herauskommt, kann es ruhig bei diesem einmaligen Vorgang bleiben. Niemand braucht etwas vermissen. Jeder Spiegel-Praktikant hätte dieses Interview genauso harmlos und vorhersehbar geführt.
Hagbard-Celine 13.07.2015
2. Tilo Jung wäre ein interessanterer
gewesen, aber dies wäre Frau Merkel wohl zu heikel gewesen. Und die "Jugend" auf solche Personen wie "LeFloid" zu reduzieren, mag es einfach machen, wird aber der Realität nicht gerecht.
beob_achter 13.07.2015
3. Als Internet-affiner Rentner
und nicht-CDU-Wähler habe ich mir dieses Video angeschaut und fand das bestätigt, was ich vorher schon wußte: Sie ist ein Profi durch und durch, und er hat wohl dazugelernt, ist aber vermutlich im Ansehen seiner Stammkunden etwas gesunken.
dominiks 13.07.2015
4.
Er hat es für sein erstes Interview mit einer solch hohen Persönlichkeit doch ganz gut gemacht. Klar, es war schon stark verbesserungswürdig, aber man muss nicht Psychologie studiert haben, um zu merken, dass er stark nervös war, was ihm ja auch nicht zu verdenken ist.
Ri Chie 13.07.2015
5.
Zitat von beob_achterund nicht-CDU-Wähler habe ich mir dieses Video angeschaut und fand das bestätigt, was ich vorher schon wußte: Sie ist ein Profi durch und durch, und er hat wohl dazugelernt, ist aber vermutlich im Ansehen seiner Stammkunden etwas gesunken.
mit Ihrem Kommentar haben Sie absolut recht. Nur wussten Sie, dass das Gespräch bereits am Freitag stattgefunden hat und heute erst veröffentlicht wurden ist? Von daher kann man leider hier nicht ganz beurteilen, ob "sie" wirklich ein Profi ist, da ja eventuelle Fehltritte bereits zensiert wurden sind... wie so üblich wenn es um Berichterstattung um unsere Regierung geht
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