Leipzig Bundesweite Razzia gegen mutmaßliche Islamisten

Schlag gegen die Islamistenszene: Polizisten haben bei einer Antiterroraktion in vier Bundesländern die Wohnungen mehrerer mutmaßlicher Mitglieder und Unterstützer der Terrormiliz "Islamischer Staat" durchsucht.
Polizisten in Leipzig (Archivbild von April 2017)

Polizisten in Leipzig (Archivbild von April 2017)

Foto: imago/ Jan Huebner

Die Sicherheitsbehörden haben am Mittwoch eine bundesweite Razzia durchgeführt. Das Ziel: Mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

In insgesamt vier Bundesländern wurden Polizeieinsätze durchgeführt - in Bayern, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Es geht um drei Personen, von denen zweien eine Mitgliedschaft im IS und einer anderen die Unterstützung des IS zur Last gelegt wird. Darüber hinaus wird gegen zwei Beschuldigte wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Es gab aber keine Festnahmen.

Erst in der vergangenen Woche hat es in Wachau nahe Leipzig einen Antiterroreinsatz gegen einen mutmaßlichen IS-Kämpfer aus Syrien gegeben. Die nun erfolgten Razzien sollen im Zusammenhang mit diesem und einem anderen Fall aus dem vergangenen Jahr stehen, bei dem ebenfalls ein mutmaßliches IS-Mitglied festgenommen wurde.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière wollte sich zu weiteren Details der jüngsten Polizei-Maßnahmen nicht äußern. Die Razzien zeigten aber, "dass die Sicherheitsbehörden gerade auch in der letzten Zeit im Bereich des internationalen Terrorismus entschlossen zugreifen", sagte er.

cte/dop/AFP/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.