Lengsfeld attackiert Künast Die Ministerin und die revolutionäre Demo

Distanzieren ist "in". Nach Joschka Fischer und Jürgen Trittin soll jetzt auch Renate Künast Buße tun. Das zumindest findet Vera Lengsfeld und seziert dafür schon mal die Vergangenheit der neuen Landwirtschaftsministerin.

Von Christoph Mestmacher


Ministerin Künast: Revolutionäre Renate?
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Ministerin Künast: Revolutionäre Renate?

Lengsfeld, CDU-Bundestagsabgeordnete und Autorin der rechtskonservativen "Jungen Freiheit", will von Künast schriftlich wissen, wie sie heute zu Unterstützungsaufrufen ihres Berliner Landesverbandes "zur Revolutionären 1. Mai-Demo" steht. In deren Folge kam es, so die ehemalige Bürgerrechtlerin und Ex-Grüne Lengsfeld zu Gewaltausbrüchen, bei denen "Hunderte von Polizisten verletzt wurden".

Die Vergangenheit Künasts hält die Union offenbar in Zusammenhang mit der 68er-Debatte für so spannend, dass sich auch CDU-Politiker im Berliner Abgeordnetenhaus auf die Pirsch nach verfänglichen Bildern der Ministerin machen. Wie Künast erfuhr, lassen zwei CDU-Abgeordnete sogar beim "Sender Freies Berlin" (SFB) nach belastenden Filmausschnitten fahnden. Künast, die Anfang dieser Woche die schriftliche Frage Lengsfelds beantworten muss, frohlockt: "Ich bin voller Freude, da komme ich positiv raus." Sie sei, wenn überhaupt, als Vermittlerin tätig gewesen, um schlimmere Ausschreitungen zu verhindern.



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