Letzte Generation Klimakleber wollen nicht mehr kleben
Aktivist der Letzten Generation (in Hannover)
Foto:Julian Stratenschulte / dpa
Die Gruppe Letzte Generation will in Zukunft auf das Blockieren von Straßen durch festgeklebte Aktivisten verzichten. »Von nun an werden wir in anderer Form protestieren – unignorierbar wird es aber bleiben. Ab März werden wir zu ungehorsamen Versammlungen im ganzen Land aufrufen.
Statt uns in Kleingruppen aufzuteilen und Straßenblockaden zu machen, werden wir gemeinsam mit vielen Menschen ungehorsame Versammlungen machen«, teilte die Gruppe in Berlin mit . Das »Kapitel des Klebens und der Straßenblockaden endet damit«.
✊ Ungehorsame Versammlungen statt Kleben & Straßenblockaden.
— Letzte Generation (@AufstandLastGen) January 29, 2024
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Außerdem wolle man »die Verantwortlichen für die Klimazerstörung in Zukunft verstärkt direkt konfrontieren« und dazu Politiker und andere Entscheider »öffentlich und vor laufenden Kameras zur Rede stellen«, hieß es weiter. »Zum anderen werden wir verstärkt Orte der fossilen Zerstörung für unseren Protest aufsuchen, so wie es in der Vergangenheit schon bei Protesten an Ölpipelines, Flughäfen oder dem Betriebsgelände von RWE der Fall war.«
Zudem wolle man im ganzen Land damit beginnen, »gemeinsam mit vielen Menschen ungehorsame Versammlungen (zu) machen. Und zwar da, wo wir nicht ignoriert werden können.« Es beginne eine neue Ära des friedlichen zivilen Widerstands.
Am 24. Januar 2022 hatte die Gruppe ihre Straßenblockaden für eine radikale Klimawende begonnen. Dazu kamen Proteste in Museen, Stadien, Ministerien. 550 Aktionen zählte allein die Polizei Berlin im vergangenen Jahr, die Staatsanwaltschaft der Hauptstadt hat inzwischen 3700 Verfahren geführt. Viele Betroffene empörten sich über die Aktivisten, auch Grünenpolitiker hielten ihr Vorgehen für kontraproduktiv. Doch seit einiger Zeit ist es merklich stiller um die Letzte Generation. Sie steht im Schatten der lautstarken Bauernproteste und nun auch der großen Demonstrationen gegen Rechtsextremismus. Ihre nächste geplante »Massenblockade« am 3. Februar sagte sie zugunsten einer Aktion gegen rechts ab.