Neuaufstellung der Liberalen Linda Teuteberg wird neue FDP-Generalsekretärin

Die Brandenburgerin Linda Teuteberg soll neue Generalsekretärin der FDP werden. Als Favorit auf den Posten war eigentlich ein enger Vertrauter von Parteichef Lindner gehandelt worden.

Linda Teuteberg: 37-jährige soll Generalsekretärin werden
DPA

Linda Teuteberg: 37-jährige soll Generalsekretärin werden


Die FDP-Bundestagsabgeordnete Linda Teuteberg soll Generalsekretärin der FDP werden. Parteichef Christian Lindner wird die 37-jährige Juristin aus Brandenburg zur Wahl vorschlagen. Das erfuhr der SPIEGEL aus Parteikreisen. Zunächst hatte RTL die Personalie gemeldet.

Zuletzt waren noch vier Namen im Gespräch für den Posten: NRW-Generalsekretär Johannes Vogel, die Hamburger Landeschefin Katja Suding, die frühere hessische Generalsekretärin Bettina Stark-Watzinger und Teuteberg.

Johannes Vogel war intern als Favorit gehandelt worden, weil er als enger Vertrauter des Parteichefs gilt und bereits erfolgreich den Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen 2017 organisiert hatte.

Teuteberg kommt aus dem kleinen FDP-Landesverband Brandenburg. Mit dem Wiedereinzug der FDP 2017 rückte sie erstmals in den Bundestag ein. Sie ist migrationspolitische Sprecherin ihrer Fraktion.

sev/höh/dpa

Mehr zum Thema


insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Tom77 17.04.2019
1. FDP mit Lindner keine Alternative
Solange Selbstdarsteller Lindner an Board ist, ist die FDP für mich keine Alternative mehr. Habe bislang FDP gewählt, aber seitdem sich Lindner lieber selbst ins Rampenlicht rückt anstatt politische Verantwortung für dieses Land zu übernehmen, ist die Partei für mich durch. Große Töne spucken, aber wenn sie für eine Regierungsbeteiligung gefordert sind, dann ziehen sie den Schwanz ein und schieben die Schuld auf Merkel und die anderen Parteien. Die FDP hat unter Lindner die Bodenhaftung verloren. Ständig werden nur die anderen Parteien kritisiert, aber von der FDP hört man so gut wie nichts, wenn es um freiheitliche Werte geht - die Grundpfeiler der FDP. Wo war die FDP bei der Debatte um die Urheberrechtsreform? Und anstatt Jugendliche für ihr politisches Engagement zu loben (auch wenn man es inhaltlich kritisch sehen kann), würdigt Lindner dieses Engagement herab und stellt die Jugendlichen als dumme Kinder hin. Lindner muss weg. Diese Ein-Mann-Show tut dieser Partei nicht gut. Hat unter Möllemann schon nicht funktioniert. Ich will keine Partei, die eine Person wie einen Messiahs in den Vordergrund stellt. Die Partei sollte sich auf ihre Werte besinnen und bei wichtigen Debatten und Problemen, die die Bevölkerung umtreiben, endlich einmal wieder klare liberale Kante beziehen. Stattdessen meckert die FDP ständig, was in den allermeisten Fällen heißt: Lindner meckert, da außer ihm ja sowieso kaum einer Gewicht in der Partei hat (Kubicki noch, aber der wird auch überstrahlt).
kenterziege 17.04.2019
2. Ich kann der FDP zu dieser Frau nur gratulieren!
Ich habe Frau Teuteberg am Sonntag im Forum Politik des TV-Senders Phoenix gehört und gesehen. Sie war dort zu dem historisch schwierigen Thema „Das Jahr 1929“ in einer Runde mit exzellenten Wirtschaftshistorikern der London School of Economics, von Havard und der Uni Potsdam unterwegs. Ich kannte die Frau nicht und war völlig unvoreingenommen. Ihre Beiträge waren so fundiert, daß ich zunächst bei ihr ein wirtschafts-historisches Studium vermutete. Jetzt lese ich hier, daß sie Juristin ist. Donnerwetter. Da hat der Lindner eine Generalsekretärin die ihm intellektuell überlegen ist. Kein Wunder, daß er sie nicht favorisierte.
mirage122 17.04.2019
3. "Drei Engel für Charly"
FDP-Internas haben mich noch nie sonderlich interessiert, was ich aber beurteilen kann, sind die unsäglichen Bemühungen der Hamburger FDP-Vorsitzenden Katja Suding, diesen Posten zu ergattern. Das ging bis zum körperlichen Einsatz mit "Drei Engel für Charly"! Leider hat sich Charly dafür nun gar nicht bedankt. Interessant ist aber auch der Informationsfluss: Als erster Sender berichtete RTL, weil Lindners Lebensgefährtin dort beschäftigt ist. Können ein paar Mädels von SPON nicht aktiver in Richtung einflussreicher Politiker aquierieren? Das ist doch das Mindeste, was man verlangen kann!
alternativlos 17.04.2019
4. Eine sehr gute Wahl...
...und Richtschnur für eine effektive und effiziente Politik auf Grundlage des Grundgesetzt. Und einer Idee des freien Bürgertums und seiner sozialen Verantwortung, ohne dabei die Würde des Menschen aus den Augen zu verlieren. Weiterhin Alles Gute
Schartin Mulz 17.04.2019
5. Ist ja immer interessant,
Meldungen nicht isoliert zu betrachten, sondern in Beziehung zu setzen. Aktuell wird gerade Seehofer wieder für schärfere Abschiebungsregeln verprügelt. Wie sagte die neue FDP-Hoffnungsträgerin? „Die heutige Abschiebepraxis ist lebensfremd. Wer ausreisepflichtig ist, muss vor der Abschiebung vorübergehend in Abschiebehaft genommen werden können.“ Wenn zwei dasselbe sagen, ist es wohl doch nicht dasselbe.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.