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Castor-Transport: Atomgegner feiern Großdemo als Erfolg

Foto: CHRISTIAN CHARISIUS/ REUTERS

Liveticker zu Anti-Atom-Protesten Castor rollt von Blockade zu Blockade

Tausende von Menschen haben am Samstag gegen den Castor-Transport demonstriert. Die Aktivisten feiern die Kundgebung als vollen Erfolg. Mehrmals gelangten Atomkraftgegner auf die Gleise, wegen einer Blockade an der deutsch-französischen Grenze musste der Zug sogar umgeleitet werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

+++23:19 Uhr: Greenpeace fordert einen sofortigen Stopp des Atommüllzuges, um sämtliche Fahrgestelle und Achsen überprüfen zu lassen. Die Umweltschutzorganisation hat mit Wärmebildern eigenen Einschätzungen zufolge Probleme bei einer Radachse des Castorzuges festgestellt. Durch eine erhöhte Temperatur wegen des hoch radioaktiven Atommülls zeigten sich zwischen Waggon sechs und sieben Anomalitäten. "Das darf nicht ignoriert werden, nicht bei dieser tödlichen Fracht, die in diesem Zug durch Deutschland fährt", sagte Atomexperte Heinz Smital. Die Deutsche Bahn und die Einsatzleitung der Polizei seien von Greenpeace umgehend darüber informiert worden.

+++22:19 Uhr: Erneut bewegte sich für eine Weile gar nichts: Atomkraftgegnern gelang es, den Castor-Transport auf seinem Weg durch Hessen vorübergehend zu stoppen. In Darmstadt hätten rund zehn Personen die Gleise blockiert und den Zug damit zu einem Halt von etwa 30 Minuten gezwungen, teilte ein Sprecher der Polizei in Fulda mit. Einsatzkräfte hätten die Demonstranten von den Schienen getragen. Inzwischen rolle der Transport mit hoch radioaktivem Atommüll wieder.

+++19:53 Uhr: Der Castor-Transport hat unbehindert Karlsruhe durchfahren. Zahlreiche Straßen, die über die Bahngleise führen, waren dafür gesperrt worden. Einige hundert Menschen demonstrierten, eine Besetzung der Gleise scheiterte jedoch. Bei dem Versuch seien Polizeisperren regelrecht überrannt worden, sagte ein Sprecher. Drei Menschen wurden in Gewahrsam genommen.

+++19:18 Uhr: Die Polizei hat in der Nähe von Dannenberg eine Blockade von Bahngleisen aufgelöst. Etwa 150 Castor-Gegner hätten versucht, Schotter aus dem Gleisbett zu entfernen, sagte eine Polizeisprecherin. "Einige haben Steine und Knallkörper auf Polizisten geworfen", worauf die Polizei mit Schlagstöcken und Pfefferspray reagiert habe. Nach dem Vorfall sei die Lage dann zunächst ruhig geblieben.

+++18:11 Uhr: Der Castor-Zug hat den Bahnhof von Kehl wieder verlassen - und rollt weiter in Richtung Wendland. Dabei fuhr der Zug über eine Brücke, von der sich Greenpeace-Aktivisten abgeseilt hatten. Die Polizei hat aber offenbar nicht eingegriffen.

+++16:52 Uhr: Im Ortskern von Dannenberg treffen immer mehr Teilnehmer der Demo ein. Die Marschtorstraße ist zwar nicht gesperrt, doch Autos kommen kaum noch durch. Es sieht schon wieder aus wie ein Demonstrationszug, so viele Menschen gehen durch den kleinen Ort. Dabei suchen die meisten wohl nur nach etwas zu essen - oder nach ihrem Auto. Vereinzelt hört man noch Sprechchöre: "Hopp, hopp, hopp, Castor stopp!" Die Stimmung ist ausgelassen. Wie nach einem gewonnenen Fußballspiel.

+++16:35 Uhr: Die Großdemo ist offiziell beendet. "Wir haben heute gezeigt, dass die Mehrheit einen Wechsel will. Wir sehen uns morgen, der Castor kommt nicht durch Gorleben!", sagt ein Redner. Im Sonnenuntergang verlassen die Demonstranten friedlich das Feld. Noch immer schirmen Polizisten das Loch in der Straße ab - und wappnen sich für mögliche weitere Blockadeaktionen. Die Aktivisten aber werten die Kundgebung als vollen Erfolg.

+++16:20 Uhr: Die Kundgebung auf der "Esso-Wiese" in Dannenberg löst sich auf. Nach und nach verlassen die Menschen das Gelände. Manche von ihnen gehen zum Loch am Rande der Transportstraße, andere laufen in Richtung Südroute - dort stehen immer noch gut 200 Traktoren auf der Straße. An einer Kreuzung in Splietau haben Bauern ihre Trecker so ineinander verkeilt, dass dort bis auf weiteres kein Durchkommen mehr ist. Der Transport wird am Sonntag im Wendland erwartet.

+++15:46 Uhr: Der schwarze Block hat die überforderte Polizei von dem Gelände verdrängt. Dabei ist es aber zu keinen weiteren Ausschreitungen gekommen. Die schwarz gekleideten Demonstranten haben sich vollständig maskiert. Derweil formieren sich die Polizisten erneut auf der Straße.

+++15:42 Uhr: Die Lage nach den ersten Ausschreitungen am Rande des Demo-Geländes hat sich inzwischen zwar wieder etwas entspannt, doch die Polizei bleibt in Alarmbereitschaft. Die Menschen haben begonnen, das Demo-Gelände zu verlassen; 30 bis 40 Polizisten haben sich inmitten der Menschenmenge formiert.

+++15:25 Uhr: Rund hundert Menschen hatten am Rande der "Esso-Wiese" damit begonnen, unter der möglichen Transportstrecke zu graben. Sie wollen die sogenannte Südstrecke unterhöhlen. Neben der Straße klafft jetzt ein Loch, das nun von mehreren Reihen Polizisten gesichert wird. Über dem Loch hatte vorher offenbar eine Gruppe des sogenannten schwarzen Blocks gestanden und den Bereich mit einem schwarzen Transparent verdeckt. Daraufhin war es zu ersten Ausschreitungen gekommen - Flaschen waren geflogen, bengalische Feuer wurden gezündet, Tränengas kam zum Einsatz.

+++15:15 Uhr: Bauern blockieren mit rund 250 Traktoren die Landstraße zwischen Dannenberg und Gorleben ab der Ortschaft Splietau. Bei der lahmgelegten Strecke handelt es sich um die sogenannte Südroute nach Gorleben. Sie ist eine von zwei üblichen Transportwegen ganz am Ende des Castor-Transports - nachdem die Behälter von der Schiene auf Lastwagen geladen worden sind.

+++15:08 Uhr: In einer Stunde soll die Kundgebung zu Ende sein. Die Polizei macht sich bereit und setzt die Helme auf. Die ersten Menschen gehen von der "Esso-Wiese" in Richtung Straße.

Asse

+++15:00 Uhr: Auf der Massenkundgebung sind die Reden kaum zu hören, es ist angesichts der Menschenmenge zu laut. "Ein Behälter hat 100- bis 200-mal so viel Radioaktivität, wie alles, was in der gelagert ist", sagt ein Redner mit Blick auf das marode Lager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll bei Wolfenbüttel.

+++14:53 Uhr: Die Veranstalter der Anti-Atom-Großdemo geben erstmals Zahlen bekannt: Rund 50.000 Menschen sollen in Dannenberg zusammengekommen sein. Sollte sich diese Zahl bestätigen, übertrifft sie die Erwartungen bei weitem. Die Polizei will sich zunächst aber nicht auf eine Teilnehmerzahl festlegen. Der Verkehr sei zusammengebrochen, Zwischenfälle habe es zunächst nicht gegeben. "Das hat unverändert Happening-Charakter", sagte ein Sprecher.

Castor-Transporter

+++14:45 Uhr: Nicht nur der kämpft mit Hindernissen: Auch im Wendland gerät der Protestzug ins Stottern. Der Stau der Trecker und Demonstranten, die zur Großkundgebung wollen, reicht über Dannenberg bis nach Lüneburg. Mit mehr als 400 Bussen waren die Gegner aus dem gesamten Bundesgebiet angereist. Bauern aus der Region sowie aus angrenzenden Gebieten Niedersachsens und Schleswig-Holsteins kamen mit rund 600 Traktoren zu der Kundgebung.

+++14:40 Uhr: Vor der Grenze auf französischer Seite in Hausbergen kurz vor Lauterbourg hat die Polizei 16 Greenpeace-Aktivisten in Gewahrsam genommen. 14 von ihnen hatten sich auf die Schienen gelegt.

+++14:35 Uhr: Bei Splietau formieren sich weiterhin die Demonstranten zum Massenprotest. Die Polizei erscheint nervös, sie filmt jeden Trecker mit Videokameras. Zwei Hubschrauber kreisen über dem Gelände.

+++14:30 Uhr: Auch Norbert Röttgen kritisiert die Anti-Atom-Proteste scharf. Es sei "eine verantwortungslose Position", gegen Zwischenlager zu demonstrieren, die derzeit alternativlos seien, sagt er auf dem Parteitag der nordrhein-westfälischen CDU in Bonn.

+++14:18 Uhr: Ungeachtet der Fahrtroutenänderung hat die Polizei begonnen, die Bahnanlagen im rheinland-pfälzischen Berg zu räumen. Dorthin waren Hunderte von Kernkraftgegnern gekommen, um die Gleise zu blockieren - was ihnen auch gelungen war. Zuvor waren bereits bei Lauterbourg mehrere Greenpeace-Aktivisten von den Schienen entfernt worden. Sie hatten sich dort festgekettet.

+++14:05 Uhr: In Dannenberg sind die Castor-Gegner auch auf den Ansturm der Journalisten im Wendland gut vorbereitet. Im Camp an der "Esso-Wiese" gibt es eine "Presselounge". Reporter erhalten Getränke und einen Internetzugang. Ständig werden Rundmails verschickt, es gibt SMS-Ticker, auch über Twitter werden Infos verschickt.

+++14:00 Uhr: Der Castor-Zug überquert die deutsch-französische Grenze bei Kehl. Im Bahnhof stoppt der Sonderzug mit den elf Atommüllbehältern. Wegen einer massiven Gleisblockade im rheinland-pfälzischen Berg war der Transport zu einer Änderung der ursprünglich geplanten Fahrtroute gezwungen worden.

+++13:55 Uhr: Dannenberg, Protestcamp an der "Esso-Wiese". Obwohl die Kundgebung längst begonnen hat, brechen von hier aus noch Hunderte von Menschen auf in Richtung Splietau. Viele haben ihre Autos in der Nähe geparkt oder sind mit Bussen hierher gekommen. Die Traktoren parken dicht an dicht in Doppel und Dreierreihen.

+++13:49 Uhr: Wie viele Trecker insgesamt zur Kundgebung rollen, kann keiner genau sagen. Von Uelzen und Lüneburg sind nach Angaben der Bäuerlichen Notgemeinschaft aber weitere Konvois unterwegs. Die Landwirte möchten auf jeden Fall das Ergebnis von 2008 übertreffen. Damals waren rund 350 Traktoren dabei. Den "Rekord" halten bislang die Castor-Proteste von 1997. Damals waren die Landwirte mit etwa 550 Schleppern dabei.

Gorleben

+++13:35 Uhr: Am Rande der Großdemo in Splietau sagt Grünen-Chefin Claudia Roth: Es sei "zynisch und eine Provokation der Bevölkerung, dass die Laufzeiten für die Atomkraftwerke weiter verlängert werden und das Endlager weiter gebaut wird". Sie fordert einen Neuanfang bei der Endlagersuche. "Gorleben ist ein illegaler Schwarzbau - und politisch verbrannt."

+++13:17 Uhr: Kritik von Angela Merkel: "Was so harmlos daherkommt, Entschottern, das ist keine friedliche Demonstration, sondern ein Strafbestand", sagt die Bundeskanzlerin beim Landesparteitag der nordrhein-westfälischen CDU nachdem Kernkraftgegner dazu aufgerufen hatten, Schottersteine aus dem Gleisbett zu entfernen.

+++13:13 Uhr: Im rheinland-pfälzischen Berg blockieren mehrere hundert Atomkraftgegner weiterhin die Bahnstrecke unmittelbar hinter der französisch-deutschen Grenze. Damit wollen sie die am Nachmittag geplante Durchfahrt behindern. Nach Angaben der Südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen sind knapp 1000 Demonstranten vor Ort.

+++13:06 Uhr: Im Wendland kommt die Sonne raus! Und immer mehr Menschen strömen aus Dannenberg in Richtung Kundgebung. Es herrscht Festivalstimmung.

+++13 Uhr: Am Rande des Kundgebungsplatzes ist der Stand der Grünen. "Das ist der größtmögliche Anschlag, der Atomputsch der Bundesregierung", urteilt die Chefin Claudia Roth über die Laufzeitverlängerung. Starke Worte, die Grünen profilieren sich weiter als Anti-Atompartei. Der gesamte Bundesvorstand ist gekommen, dazu viele Landesvorsitzende. Luftballons werden verteilt.

+++12:47 Uhr: Beim Landesparteitag der schleswig-holsteinischen FDP in Elmshorn sagt Westerwelle, die Grünen dürften eigentlich nicht gegen die Castor-Transporte demonstrieren. Denn seinerzeit habe ihr Fraktionschef Jürgen Trittin als Bundesumweltminister quasi auf der Lok gestanden. Trittin habe damals argumentiert, dass selbst bei einem sofortigen Ausstieg diese Transporte wegen rechtlicher Verpflichtungen nicht zu vermeiden seien. An dieser Situation habe sich nichts geändert. Der einzige Unterschied: Trittin trage keinen Schnauzbart mehr. "Aber das ist kein politisches Argument."

+++12:45 Uhr: Es hat aufgehört zu regnen. Hinter der Bühne sieht man sogar den blauen Himmel. Eine Gruppe tanzt und singt. Der Hubschrauber ist ein kleines Stück weitergeflogen.

+++12:43 Uhr: Wegen der Gleisblockade könnte der Zug mit den Castor-Behältern kurz hinter der deutsch-französischen Grenze beim rheinland-pfälzischen Berg möglicherweise umgeleitet werden. "Das ist nicht auszuschließen", sagt ein Polizeisprecher.

+++12:38 Uhr: Man kann nur Wortfetzen verstehen. Ein Redner schimpft über den Hubschrauber, fordert den Abzug.

+++12:33 Uhr: Der Platz vor der Hauptbühne ist bereits gut gefüllt. Immer mehr Menschen strömen zur Kundgebung. Ein Polizeihubschrauber kreist über dem Platz. Sein Lärm übertönt die Redner auf der Bühne.

+++12:27 Uhr: Die Traktordemo ist beendet. Die Fahrzeuge bleiben einfach auf der Zufahrtstraße stehen, auf dem Feld ist kein Platz mehr. Die Landwirte gehen zu Fuß weiter.

+++12.25 Uhr: Irene Meier und zwei Gäste aus Flensburg stehen auf der Hebebühne eines Baggers und fahren in der Traktorkolonne Richtung Kundgebung. Die Familie hat eine Zimmerei. Arnd Papenhagen aus Flensburg hält ein Transparent: "Bauunternehmer gegen Castor". Man müsse sich zusammentun, auch mittelständische Unternehmer seien gegen die Atompolitik der Bundesregierung. Die spontane Protestgemeinschaft schwenkt eine gelbe Anti-Atomkraftfahne zehn Meter über der Straße. Man hat eine beeindruckende Sicht über die Kilometerlange Schlange aus Traktoren.

+++12:10 Uhr: Auch in der Region um das niedersächsische Gorleben haben die Demonstrationen begonnen. Die Organisatoren erwarten bis zu 40.000 Teilnehmer - mehr als je zuvor bei einem Castor-Transport.

+++12:00 Uhr: Auf einem offenen Traktor trotzt Landwirt Hans-Christian Lange in Splietau dem stärker werdenden Regen. Vorne drauf die Fahne der "Republik freies Wendland". 400 Traktoren seien es mindestens, sagt Lange. "Die Politik der Bundesregierung lässt uns keine Wahl". Daher seien so viele Landwirte wie noch nie bei der Traktorkolonne dabei. Trotz des nasskalten Wetters.

+++11:52 Uhr: Mehrere hundert Atomkraftgegner besetzen in Berg in Rheinland-Pfalz die Bahnstrecke unmittelbar hinter der französischen Grenze, um die Durchfahrt des Castor-Zugs zu blockieren. Atomkraftgegner wollen versuchen, an die Gleise zu gelangen, sich dort anzuketten und so den Zug aufzuhalten. Die Beamten sind mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, um dies zu verhindern.

+++11:48 Uhr: Immer mehr Traktoren rollen aus einem Waldstück Richtung Splietau. Wie viele werden es sein? Mehr als hundert auf jeden Fall. In den Führerhäuschen quetschen sich manchmal ganze Familien. Ein alter Mann sitzt in einer kleinen Hebebühne fünf Meter über der Straße. "Ist kalt hier oben!", ruft er. Und lacht. Viele haben ein gelbes X auf ihrer Gabel, dazu sind sie mit Fahnen und Transparenten geschmückt.

11:37 Uhr: Vorneweg Rasenmähertrecker, darauf junge Männer. "Macht Spaß!" Sie sind optimistisch, dass eine beeindruckende Demo zustande kommt.

+++11.28 Uhr: Aus Gusborn nähert sich ein Traktorkonvoi im Schritttempo dem Kundgebungsgelände. Noch ein Kilometer ist bis Splietau zurückzulegen. Ein Hubschrauber kreist über dem Protestzug.

+++Samstag 7.30 Uhr: Castor verlässt, begleitet von einem Hubschrauber, die lothringische Ortschaft Bar-le-Duc. Wo der Zug die Grenze passieren soll, ist noch unklar. Nach Informationen des Netzwerks "Sortir du Nucléaire" ist es wahrscheinlich, dass der Castor-Transport wie in den Vorjahren bei Lauterbourg im Nordelsass über die Grenze fährt.

Schon kurz nach dem Start gerät der Castor-Zug ins Stocken

+++Freitagnacht: Nach Angaben der französischen Anti-Atomkraftgruppe "Sortir du Nucléaire" wurde die Fahrtroute des Zugs in der Nacht zum Samstag geändert. Statt über Arras, Valenciennes, Fourmies Hirson und Charleville sollte der Transport nun weiter südlich von Amiens in Richtung Reims und dann über Metz zur deutschen Grenze führen. Gründe für die Streckenänderung wurden nicht genannt. Derweil kommt es im Wendland bereits vereinzelt zu Straßenblockaden. Die Polizei drängt einige Demonstranten ab.

+++19 Uhr: Der Zug kann wieder in Richtung Deutschland weiterrollen. Rund drei Stunden musste der Transport wegen der Blockade gestoppt werden. Bei den Aktivisten handelte es sich um Mitglieder der französischen Anti-Atom-Organisation Ganva.

+++17.45 Uhr: Der Castor-Transport kommt nur stockend in Fahrt: Rund 100 Kilometer nach dem Start in der Nähe der nordfranzösischen Stadt Caen durchtrennen Spezialkräfte die Rohre mit denen sich insgesamt fünf Umweltaktivisten an die Schienen gekettet hatten. Nach dem Einsatz werden die Aktivisten abgeführt.

+++Freitagnachmittag 14 Uhr: Der Sonderzug mit 123 Tonnen hochradioaktivem Atommüll verlässt den französischen Bahnhof Volognes.

mhe/cib/ore