Luxus-Steuer Saarlands SPD-Chef mokiert sich über Schumi

Kurz vor dem Tag der Arbeit hat der saarländische SPD-Chef den Sozialpopulismus entdeckt. Heiko Maas fordert, dass Reiche und Superreiche eine Luxussteuer zahlen sollen. Außerdem verlangt er ein rigides Vorgehen gegen Steuerflüchtlinge - so sei das Verhalten von Michael Schumacher ein "schlechter Witz".


SPD-Chef Maas: "Rolex-Träger können höhere Steuer besser verkraften als Rentner"
DDP

SPD-Chef Maas: "Rolex-Träger können höhere Steuer besser verkraften als Rentner"

Saarbrücken - Angesichts extrem hoher Managergehälter und vor dem Hintergrund, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander gehe, müsse man über eine höhere Mehrwertsteuer auf Luxusgüter nachdenken, sagte der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat der saarländischen Genossen heute im Saarländischen Rundfunk.

"Wer mit einer Rolex am Arm in einem Porsche zu seiner Yacht fährt, kann eine höhere Mehrwertsteuer besser verkraften als ein Rentner eine Rentenkürzung", sagte Maas.

Michael Schumacher: "Ein schlechter Witz"
AP

Michael Schumacher: "Ein schlechter Witz"

Darüber hinaus schlug der SPD-Politiker vor, schärfer gegen Steuerflüchtlinge vorzugehen. Dies sei ganz einfach, indem die Steuerpflicht - ähnlich wie in Amerika - an die Staatsbürgerschaft geknüpft werde. Jeder, der die deutsche Staatsbürgerschaft habe, müsse dann auch Steuern in Deutschland zahlen.

Es sei ein "schlechter Witz", wenn Leute wie Formel-1-Star Michael Schumacher, die im benachbarten Ausland leben, ein Autorennen gewinnen "und anschließend auf dem Siegerpodest beim Abspielen der deutschen Nationalhymne und dem Hissen der Fahne eine Träne aus dem Auge drücken".



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