Machtkampf in der PDS "Die oder ich"

In der PDS tobt ein offener Machtkampf. Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch hält einen "radikalen Neuanfang" seiner Partei für nötig. Mit der gegenwärtigen Parteivorsitzenden Gabi Zimmer aber sei der nicht machbar.


PDS-Größen Zimmer und Bartsch: Showdown beim Parteitag
DPA

PDS-Größen Zimmer und Bartsch: Showdown beim Parteitag

Berlin - Wenige Tage vor dem Bundesparteitag in Gera machte Bartsch in einem Interview der "Berliner Zeitung" deutlich, dass er die Wiederwahl Zimmers nicht unterstütze. "Wir brauchen in der PDS jetzt jemanden, der Selbstbewusstsein verkörpert und in die gesamte Republik ausstrahlt." Im Anschluss an die PDS-Vorstandssitzung am Mittwoch erwarte er konkrete Personalvorschläge. "Ich bin sicher, dass es in Gera eine Alternative zu Gabi Zimmer geben wird", sagte Bartsch.

Sollte Zimmer dennoch wieder gewählt werden, stehe er nicht mehr als Geschäftsführer zur Verfügung. "Wir haben einen unterschiedlichen politischen Stil und eine unterschiedliche Vision über die Rolle der PDS", sagte Bartsch. "Es reicht eben nicht aus, die PDS als Plattform für die Ideen anderer zu verstehen." Zu seiner eigenen politischen Zukunft sagte Bartsch, er werde sich "weiterhin aktiv in die PDS einbringen. Wie genau, das wird sich in und nach Gera entscheiden."



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