Magdeburg Solarium mit Hakenkreuz beschmiert und ausgebrannt

Bei einem offenbar rechtsextremen Anschlag ist in Magdeburg in der Nacht ein Sonnenstudio ausgebrannt. Es entstand großer Sachschaden, 33 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen.

Feuerwehrfahrzeug (Archivbild)
imago

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Die Angreifer schlugen eine Scheibe ein, warfen einen Sprengsatz in das Sonnenstudio und sprühten ein Hakenkreuz an die Wand: Nach dem Brandanschlag auf ein Solarium in Magdeburg prüft die Polizei einen politisch motivierten Hintergrund.

Eine Zeugin beobachtete in der Nacht zum Montag, wie drei unbekannte Täter die Scheibe einschlugen, teilte die Polizei mit. Kurz darauf habe es eine Detonation gegeben. Dann brach ein Feuer aus, die Täter flüchteten.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand das Solarium, das einem Syrer gehört, teilweise in Flammen. Wegen des Feuers mussten 33 Anwohner vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Menschen wurden nicht verletzt.

Der Sachschaden beläuft sich nach vorläufigen Schätzungen auf rund 120.000 Euro. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Brandstiftung sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein.

cht/AFP



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