Magnetschwebebahn Neue Chance für den Transrapid

Vom "Milliardengrab" war die Rede. Acht Monate nach dem Aus für die Strecke Hamburg-Berlin sind die Weichen für den Transrapid neu gestellt worden. Und zwar in Bayern und Nordrhein-Westfalen.


Der Transrapid auf einer Teststrecke
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Der Transrapid auf einer Teststrecke

Berlin - Die Vorauswahl für eine mögliche Transrapid-Strecke in Deutschland ist zu Gunsten des Ruhrgebiets und Münchens ausgefallen. Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt unterzeichnete in Berlin mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement und dem bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber die Vereinbarung über eine Machbarkeitsstudie für zwei Anwendungsstrecken. Alle drei sprachen bei der Vertragsunterzeichnung von einem positiven Signal für die Zukunft. Die Suche nach Alternativen hatten der Bund sowie die Konsortialpartner Thyssen-Krupp, Adtranz und Siemens nach dem Scheitern des Pilotprojekts vereinbart.

Klimmt sagte, mit den Studien komme man der kommerziellen Anwendung der Zukunftstechnologie in Deutschland ein gutes Stück näher. Das Ergebnis solle Anfang 2002 vorliegen. Der Staat setze mit der Unterzeichnung ein Signal, dass er gemeinsam mit der Industrie an seinem Engagement für die deutsche Magnetschwebebahntechnik festhalte.

Der Transrapid wird für München und Nordrhein-Westfalen getestet
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Der Transrapid wird für München und Nordrhein-Westfalen getestet

In Nordrhein-Westfalen wird die Ruhrgebietsstrecke Dortmund - Düsseldorf (Metrorapid) und in Bayern die Anbindung des Münchner Flughafens Erding untersucht. Die Kosten für beide europaweit auszuschreibenden Studien belaufen sich nach Angaben des nordrhein-westfälischen Wirtschafts- und Verkehrsministers Ernst Schwanhold (SPD) auf maximal 20 Millionen Mark. Davon trägt der Bund 50 Prozent. Die andere Hälfte teilen sich Bayern und NRW.









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