Kampf gegen den Terror Bundesregierung will bis zu 650 Soldaten nach Mali schicken

Deutschland weitet seinen Militäreinsatz in Mali aus. Bis zu 650 Soldaten sollen in das afrikanische Krisenland entsendet werden. Damit entspricht die Bundesregierung einer Bitte Frankreichs.
Bundeswehrsoldat in Mali (M.): Kampf gegen "Islamischen Staat"

Bundeswehrsoldat in Mali (M.): Kampf gegen "Islamischen Staat"

Foto: Peter Steffen/ picture alliance / dpa

Die Bundesregierung will bis zu 650 Soldaten zur Friedenssicherung ins westafrikanische Mali schicken. Damit solle auch Frankreich für den Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) entlastet werden, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nach einer Sitzung des Bundestags-Verteidigungsausschusses in Berlin. Angekündigt hatte sie es bereits vor einigen Tagen in Brüssel.

Zudem soll der Bundeswehreinsatz zur Ausbildung der kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Irak ausgeweitet werden. Daran sollen künftig bis zu 150 statt bisher 100 Soldaten teilnehmen können. Beiden Einsätzen muss der Bundestag noch zustimmen.

Bisher sind 200 Bundeswehrsoldaten an einer EU-Ausbildungsmission im relativ sicheren Süden Malis beteiligt. An der deutlich gefährlicheren Uno-Mission zur Friedenssicherung im Norden des Wüstenstaates nehmen dagegen derzeit nur zehn deutsche Soldaten im Hauptquartier in der Hauptstadt Bamako teil. Künftig sollen bis zu 650 Soldaten zur Durchsetzung eines Friedensabkommens zwischen der malischen Regierung und Aufständischen im Norden beitragen.

Nordmali war vor drei Jahren vorübergehend von islamistischen Kämpfern erobert worden, die nur durch eine Intervention der ehemaligen Kolonialmacht Frankreichs zurückgedrängt werden konnten. Die französische Regierung hatte nach den Anschlägen von Paris um Unterstützung gebeten. Kurz darauf hatten in Bamako islamistische Terroristen einen Anschlag auf ein Hotel verübt - 21 Menschen starben.

kev/dpa
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