Geber-Konferenz für Mali Deutschland spendet 100 Millionen Euro

Noch wird in Mali gekämpft. Doch um das Land zu versorgen, braucht der westafrikanische Staat dringend Geld. Jetzt hat die internationale Gemeinschaft Mali drei Milliarden Euro zugesagt - deutlich mehr als erwartet. Deutschland gehört zu den größten Gebern.

Entwicklungsminister Dirk Niebel: Millionen für Mali-Mission
DPA

Entwicklungsminister Dirk Niebel: Millionen für Mali-Mission


Brüssel - 100 Millionen Euro: Diese Summe hat Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) dem westafrikanischen Staat Mali am Mittwoch in Brüssel zugesagt. Allerdings unter der Voraussetzung, dass die Politiker des Landes den "eingeschlagenen Weg für die Rückkehr zur Demokratie glaubwürdig fortsetzen", sagte Niebel. Dazu gehörten demokratische Wahlen, die Einhaltung der Menschenrechte, der Versöhnungsprozess im Land und die Transparenz der öffentlichen Finanzen.

Seit Monaten bekriegen sich in Mali islamistische Kämpfer mit der Regierung. Noch sind die Kämpfe nicht beendet, doch Mali benötigt dringend Geld, um die Bevölkerung zu versorgen.

Deshalb haben sich am Mittwoch in Brüssel Vertreter von 103 Staaten zu einer Geberkonferenz zusammen gefunden, um über Finanzhilfen für das zerrissene Land zu entscheiden. Dabei sind Hilfsmittel von über drei Milliarden Euro zusammengekommen, wie EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy zum Abschluss der Konferenz mitteilte. Damit ist das ursprüngliche Ziel von zwei Milliarden Euro deutlich übertroffen worden. "Europa steht an der Seite Malis", so Van Rompuy.

Deutschland will auch malische Soldaten ausbilden

Neben der EU gehören nach Angaben von Diplomaten die USA, Frankreich, die Weltbank, die Islamische Entwicklungsbank, Dänemark und Deutschland zu den größten Geldgebern.

Deutschland hat zunächst 22,8 Millionen Euro für kurzfristige Unterstützung der Landwirtschaft und für die Stärkung von kommunalen Verwaltungsstrukturen fest zugesagt. Weitere 66,2 Millionen Euro sollen in zwei Schritten 2013 und 2014 folgen, wenn die Reformen gut vorangehen. Mit weiteren Mitteln, so Niebel, wolle Deutschland außerdem die EU-Trainingsmission zur Ausbildung malischer Soldaten unterstützen.

Ob Mali die gesamte Summe von 3,2 Milliarden erhalten wird, liegt in der Hand des Staates selbst. Auch Van Rompuy mahnte Mali, die angekündigten politischen und wirtschaftlichen Reformen wie vereinbart umzusetzen. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für die Hilfe.

tbr/dpa/AFP



insgesamt 42 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Stabhalter 15.05.2013
1.
Zitat von sysopDPANoch wird in Mali gekämpft. Doch um das Land zu versorgen, braucht der westafrikanische Staat dringend Geld. Jetzt hat die internationale Gemeinschaft Mali drei Milliarden Euro zugesagt - deutlich mehr als erwartet. Deutschland gehört zu den größten Gebern. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/mali-internationale-gemeinschaft-verspricht-bei-konferenz-milliarden-a-900097.html
wir haben es ja,der brave Bürger zahlt gerne für die Fehler und das Versagertum der Politclowns.100 Millionen Euro sind für diese Herrschaften ein Trinkgeld,was könnte man da alles machen,was dringend nötig wäre,aber das interessiert diese Bande nicht.
sitiwati 15.05.2013
2. mit fremder
Leute geld kann man leicht Geschenke machen oder anders-man nehme das Geld der armen Leute aus den reichen Ländern und gebe es den reichen Leuten in den armen Ländern!
warkeinnickmehrfrei 15.05.2013
3. das mag jetzt der eine oder andere nur ungerne lesen
aber ich habe mich beim lesen der überschrift spontan gefragt wieviele schulen und kindergärten man mit 100 mio. renovieren könnte.... vermutlich wird die freiheit aber aber nicht nur am hindukusch sondern auch in afrika verteidigt.
thanks-top-info 15.05.2013
4.
ein immer schob armes Land wird von heute auf morgen mit Milliarden überhäuft... was wird passieren? wir wissen es schon in gemilderter Form, wir blicken nach Irland und Spanien. Sinnlose Investitionen, wenn nich vorher die Hälfte in dunklen Kanälen versickert. Die andere Hälfte geht wohl an Hoch Tief und Roland Berger, in den Strassen und Flughafenbau zu Westpreisen.
Spiegelleserin57 15.05.2013
5. komischerweise fehlt in unserem Staat ....
das Geld wenn wir es IN unserem Land brauchen. Die kommunen sind zum Teil hoch verschuldet aber die Regierung verschenkt Geld ins Ausland. "Wie wäre mal in eigenen Land das Geld sinnvoll zu investieren oder mal eine Steuerentlastung. Das Gesundheitswesen braucht Geld , es ist einfach nicht nachvollziehbar. Wirtschaftlich ist in Mali mit Sicherheit auch kein Geschäft zu machen, das wird auch so bleiben! Was haben denn deutsche Soldaten in Mali zu suchen? Das Wort ausbilden kann auch andres beinhalten ähnlich dem zu Hilfe kommen. Helfen wir doch erst mal im eigenen Land!!! Es gibt hier viel zu tun!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.